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Johnny Sinclair 5

Es besteht keinerlei Zweifel mehr, die Erkrankung von Millie Edwards hat einen übernatürlichen Ursprung. Wer ist für ihre Infektion verantwortlich?

(C) Folgenreich/Universal Music / Johnny Sinclair 5 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenJohnny Sinclairs erster richtiger Fall nimmt immer mehr ungeahnte Formen an. Es besteht nun keinerlei Zweifel mehr, die Erkrankung seiner Klientin Millie Edwards ist eindeutig nicht natürlichen Ursprungs. Jemand Unbekanntes hat seine Schulfreundin mit einer Krankheit aus der Geisterwelt infiziert. Die Symptome werden immer schwerwiegender! Es wird immer offensichtlicher, dass Millie beginnt sich aufzulösen und in die Geisterwelt überzuwechseln. Zum Glück ist Erasmus von Rothenburg zuversichtlich, das junge Mädchen heilen zu können. Doch die kurzzeitige Erleichterung wird schnell getrübt, denn die Zutaten für das Heilmittel sind alles andere als alltäglich und nur schwer zu beschaffen.


Johnny muss einige Risiken eingehen, um sie zu beschaffen, dabei dürfte das Zweckbündnis mit einem alten Feind sicherlich zu den größten Problemen zählen. Doch Johnny ist wild entschlossen seiner Freundin zu helfen. Sein Mut wird belohnt und Millie kann tatsächlich mithilfe des Tranks geheilt werden, doch es warten bereits Aufgaben auf die Geisterjäger. Wer ist für Millies Krankheit verantwortlich? Und dann ist da noch Russells Vater, der seit kurzer Zeit von immer neuen, unerklärlichen Leiden geplagt wird. Wer könnte ein Interesse haben, dem beliebten Druckereibesitzer so zuzusetzen?


Es ist sicherlich kein leichtes Unterfangen, ein Buch in mehrere Folgen zu unterteilen und alle gleich spannend zu inszenieren und für das Publikum leicht zugänglich zu gestalten. Dies ist bei "Johnny Sinclair – Dicke Luft in der Gruft" tatsächlich gelungen, denn selbst ohne den ersten Teil zu kennen, gelingt es schnell einen Zugang zur Geschichte zu finden und bei Johnnys Suche nach einem Gegenmittel mitzufiebern. "Johnny Sinclair" richtet sich in erster Linie an ein noch recht junges Publikum und seine Abenteuer unterscheiden sich natürlich deutlich von denen der erwachsenen Geisterjäger, was jedoch nicht bedeutet, dass sie diesen in Sachen Spannung und Unterhaltung nachstehen.


Es gelingt, das Interesse an der Geschichte permanent aufrechtzuerhalten, da immer wieder neue Fragen im Handlungsverlauf an Bedeutung gewinnen und den Hörer zu fesseln verstehen. Dazu kommen die vielen fantastischen Elemente, die neben den Geistern und Gespenstern mit viel Liebe zum Detail in die Story verwoben werden und das Publikum mitnehmen in eine bunte und faszinierende Welt, die von der britischen Mythen- und Sagenwelt inspiriert wurde. So verwundert es kaum, dass man sich an der einen oder anderen Stelle im positiven Sinne an einen jungen Magier mit einer gezackten Narbe auf der Stirn erinnert fühlt.


Um die Geschichte nicht zu düster ausfallen zu lassen, führt Erasmus von Rothenburg durch das Geschehen und schafft es immer wieder, mit einem Augenzwinkern über Johnnys neuesten Fall zu berichten. Insgesamt fällt der gesamte Plot sehr stimmig und atmosphärisch aus und schon sehr schnell stellt sich nach nur kurzer Zeit ein wohliges Gruselgefühl ein, sodass der Alltag bald vergessen ist, eine Leistung, die leider nicht jedes Hörspiel zu vollbringen weiß, das seine Fans bei den eher jüngeren Rezipienten sucht. Geräusche finden eher zurückhaltend Verwendung und werden an den richtigen Stellen wohl dosiert zum Einsatz gebracht, tatsächlich geht die Devise, dass weniger manchmal mehr ist, bei "Dicke Luft in der Gruft" voll auf.


Die musikalischen Elemente wissen ebenso wie die Dialoge zu begeistern und fügen beides zu einem stimmigen Ganzen zusammen. Im richtigen Moment werden durch die eingesetzten Melodien bestimmte Handlungselemente betont und verstärkt, was den homogenen Eindruck dieser Produktion nochmals unterstreicht. Blieb Dirk Petrick als Johnny Sinclair im ersten Teil noch ein wenig farblos, so gelingt es ihm nun, deutlich mehr Akzente zu setzen. Petrick spielt den jungen Geisterjäger mit viel Herzblut und schafft es, der Hauptfigur seinen eigenen Stempel aufzudrücken. Gleiches kann an dieser Stelle von Leon Blaschke berichtet werden, konnte er in der vorherigen Folge noch nicht aus der bloßen Sidekick-Rolle an Johnnys Seite hervortreten, so emanzipiert er sich nun in erheblichen Maße und sorgt für die humorvollen Momente dieser Episode.


Wolf Frass hat in seiner langen Karriere bereits vielen großen Schauspielern seine Stimme geliehen und in unzähligen Hörspielproduktionen sein Können bewiesen, allerdings agierte er nur selten zuvor mit so viel Spielfreunde wie im vorliegenden Fall. Frass spielt seine Rolle als Erasmus von Rothenburg nicht, er scheint sie zu leben, was der Grund sein dürfte, dass man ihm die sehr komplexe Figur von der ersten Minute an ohne Wenn und Aber abkauft. Eine großartige Leistung! Dazu kommen viele weiteren großartige Stimmen, die "Dicke Luft in der Gruft Teil 2" zu einem kurzweiligen Vergnügen werden lassen. Beide Daumen hoch!


 
# # # Justus Baier # # #



Publisher: Folgenreich/Universal Music




 


 
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