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Klaus Kinski/Werner Herzog Edition

Wie Hass die Produktivität steigern kann und wie professionelle Akzeptanz persönliche Abneigung soweit in den Schatten rücken kann, dass man das Können des jeweils anderen akzeptiert und trotzdem gemeinsam herausragende Filme erschaffen kann.

(c) Arthaus / kinskiherzog_titelbild / Zum Vergrößern auf das Bild klickenZwischen 1972 und 1987 manifestierte sich eine der ungewöhnlichsten Beziehungen zwischen Regisseur und Schauspieler, die die Filmlandschaft je gesehen hat. Bei insgesamt fünf Filmen arbeiteten Klaus Kinski und Werner Herzog zusammen, spornten sich an, beschimpften und bedrohten sich. Nichtsdestotrotz oder gerade deswegen wurden diese Projekte zu überaus wichtigen Meilensteinen und haben bis heute nichts von ihrem Stellenwert verloren. Arthaus bietet nun mit allen fünf Machwerken und einer Dokumentation auf Blu-ray einen feinen Überblick über die Zusammenarbeit der beiden Hitzköpfe:


„Aguirre“ (1972)


Von der Suche nach Eldorado, Meuterei und wie man standesgemäß über eine Horde Totenkopfaffen herrscht.


Im 16. Jahrhundert macht sich eine Gruppe spanischer Konquistadoren in Peru auf, um nach dem sagenhaften Land aus Gold, dem Eldorado, zu suchen. Doch so einfach ist das Vorankommen im Amazonasdschungel nicht und deshalb wird beschlossen, dass eine Gruppe der Eroberer mittels kleiner Flöße nach Nahrung und Proviant suchen soll. Stellvertretender Leiter dieser Expedition ist Don Lope de Aguirre (Klaus Kinski), der nach ersten Schwierigkeiten seine krankhafte Machtgier präsentiert, gewaltsam die Führung übernimmt und bald sein gesamtes Gefolge durch seine offensichtliche geistige Umnachtung und Unzurechnungsfähigkeit immer weiter ins Verderben führt. Als auf einem großen Floß begonnen wird, sich durch den Dschungel zu kämpfen, wird die Truppe nicht nur von internen Querelen geplagt, sondern auch die einheimischen Indianer tun ihr Bestes um die gebeutelte Gruppierung zu dezimieren. Immer klarer wird die völlige Besessenheit des selbsternannten Anführers und immer absehbahrer das unvermeidliche Ende durch einen qualvollen Tod mitten im Nirgendwo. Das gilt natürlich nicht für Aguirre selbst, dieser ist bis zum bitteren Ende davon überzeugt Erfolg zu haben, verleugnet die Realität auch dann noch als die eigene Tochter seinem Wahn zum Opfer gefallen ist und führt sein Gefolge zielstrebig ins unvermeidliche Verderben.


Mit gerade einmal etwas mehr als 350.000 (c) Arthaus / aguirre-monkey-1 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDollar Budget machte sich Herzog gleich dem historischen Protagonisten zu einer unmöglich erscheinenden Mission auf und steuerte nicht nur auf ein finanzielles Fiasko zu, bedenkt man, dass Kinskis Gage schon etwa ein Drittel des gesamten Budgets aufbrauchte. Lügen, Diebstahl und falsche Vorwände verhalfen Herzog nicht nur zu einer Kamera, sondern auch zu 350 Totenkopfaffen, wovon der eiserne Wille des ambitionierten Filmemachers jedoch nur untermauert wurde. Auch gestalteten sich die Dreharbeiten im Dschungel beinahe genauso schwer wie die dargestellte Expedition Aguirres und führten alsbald zu gröbsten Spannungen innerhalb der Filmcrew. Die unmenschlichen Bedingungen und die Gnadenlosigkeit, mit der Herzog seine Crew durch den Urwald quälte, führten besonders bei Kinski zu Tobsuchtanfällen und gröbsten Auseinandersetzungen mit Herzog. Dazu gesellte sich auch Mutter Natur, die der Filmcrew mit Hochwasser und undurchdringlichem Dickicht das Leben nicht gerade leichter machte. Nichtsdestotrotz wurde der Film fertiggestellt, auch wenn er aufgrund der Produktionsbedingungen einige Schwachstellen aufweist und immer wieder Anflüge von ordentlicher Langeweile aufkommen lässt. Doch genau das ist es, was den Film authentisch erscheinen lässt. Der manische Blick Kinskis und die dargestellte Unzurechnungsfähigkeit wären sehr wahrscheinlich nicht in diesem überzeugendem Ausmaß möglich gewesen, wäre er nicht tatsächlich vor einem Nervenzusammenbruch gestanden. Dadurch entstand ein zwar oftmals lückenhaft wirkendes, doch vor allem optisch und schauspielerisch beeindruckendes Machwerk, das sich unumstritten zum Kultklassiker gemausert hat und als eines der eindrucksvollsten Beispiele für fanatische Filmemacherei und den schmalen Grat zwischen Genie und Wahnsinn steht. Daher überrascht es nicht, dass die lose auf der historischen Person Don Lope de Aguirre basierende Geschichte im Laufe der nächsten Jahre Inspiration für so manches Meisterwerk wurde. Francis Ford Coppola etwa nannte „Aguirre“ als großen Einfluss für seinen Film „Apocalypse Now“ (1979), wobei er seine spirituell-surreal inszenierte Dschungelodyssee hier nicht von den spanischen Eroberern übernommen hat, sondern sich viel mehr von Joseph Conrads literarischem Meisterwerk „A Heart Of Darkness“ leiten lässt.


Viel mehr bleibt nicht zu sagen zu „Aguirre“, außer dass dieser Film ein Musterbeispiel dafür ist, wie eine eiserne Faust ein Filmteam zu Höchstleistungen anspornen kann, Unmögliches möglich macht aber auch zeigt, wie viele Opfer dafür zu bringen sind. Trotz aller Schwierigkeiten in dieser ihrer ersten Zusammenarbeit markiert „Aguirre“ den Anfang einer langen und genauso fruchtbaren wie umstrittenen und erschöpfenden Kollaboration zwischen dem exzentrischen Schauspieler und dem kompromisslosen Regisseur. 


„Nosferatu“ (1979)


Es war ganze sieben Jahre, nachdem sie mit „Aguirre“ ihre erste Zusammenarbeit beendet hatten, als Klaus Kinski und Werner Herzog ein weiteres gemeinsames Projekt realisierten. Dabei machte sich Herzog über einen Klassiker des Stummfilms her und verfilmte Friedrich Wilhelm Murnaus „Nosferatu“ mit dem ihm so verhassten, aber hochgeschätzten Charakterdarsteller neu.


Dabei hielt er sich überraschend(c) Arthaus / nos05-nosferatu / Zum Vergrößern auf das Bild klicken dicht an Murnaus Original aus dem Jahre 1922 und stellte manche Szenen ein zu eins nach, kopierte in manchen Fällen sogar Fehler Murnaus, als etwas Nosferatu in einer Einstellung im Spiegel zu sehen ist, wird dieser Fehler bei Herzog ebenso übernommen. Er ändert lediglich die Namen der Protagonisten und verwendet im Gegensatz zu Murnau die Originalnamen aus Bram Stokers literarischer Vorlage. Lediglich das Ende gestaltet Herzog, ganz seiner Zeit und seiner Gesinnung entsprechend, etwas pessimistischer als dies Murnau beinahe 60 Jahre früher getan hat. Herzog lässt die Vampirseuche weiter bestehen und gibt der Welt im davonreitenden und infizierten Jonathan Harker (Bruno Ganz) einen neuen Nosferatu. Nicht nur Kinski und Ganz können in dieser Hommage an Murnau mehr als überzeugen, es ist vor allem Isabelle Adjani, die in der Rolle der Lucy glänzen darf.


„Woyzeck“ (1979)


(c) Arthaus / woyzeck2pm / Zum Vergrößern auf das Bild klickenEigentlich war beiden klar, dass die Zusammenarbeit ein Fiasko sein würde. Zu groß sind die Gegensätze des rein künstlerisch und ästhetisch orientierten Kinski zu den Vorstellungen Herzogs. Genaugenommen waren sie gar nicht so gegensätzlich, nur musste Herzog immer im Hinterkopf behalten, das Vorgestellte und Intendierte auch mit den vorhandenen finanziellen und technischen Ressourcen umsetzten zu können. So kam es, dass nach dem Abschluss der Dreharbeiten zu „Nosferatu“ Herzog für sein nächstes Projekt, eine Verfilmung des Georg Büchner Dramenfragments „Woyzeck“, den oftmals unterschätzten deutschen Schauspieler Bruno S. im Sinn hatte. Bruno S., zu Lebzeiten vom großen Durchbruch verschont, von Kennern jedoch gefeiert und eine eher tragische Figur der Filmgeschichte, wurde zwar von Werner Herzog kurz nach seinem Tod 2010 als der beste Schauspieler unter allen, mit denen er in seiner langen Karriere arbeiten durfte, bezeichnet, und dass es weit und breit niemanden gäbe, der der Tiefe und Kraft seiner Darbietung das Wasser reichen könne. Nichtsdestotrotz beschloss der wankelmütige Regisseur, der offenbar eine gewisse sadistische Ader in sich trägt, in einem Geisteblitz, dass niemand Anderer als Klaus Kinski die Rolle des Woyzek fachgerecht und seinen Vorstellungen entsprechend verkörpern könne. Von seinen Freunden und Bekannten für verrückt erklärt, war die Sache im Kopf des Filmemachers schon fixiert und so dauerte es auch nicht lange, bis die Arbeiten an der Verfilmung des literarischen Stoffes begannen. Herzog wollte die Erschöpfung, die Kinski noch vom letzten Dreh tief in den Knochen saß, mit einfangen und wirken lassen, sie zur Verschärfung der Charakterzüge des einfachen Soldaten nutzen und die Darstellung der vor allem geistigen Mängel des Protagonisten dadurch verbessern.


Der Plan ging auf. Kinski verkörpert den eifersüchtigen Soldaten(c) Arthaus / woyzeck44sd / Zum Vergrößern auf das Bild klicken derart authentisch, dass man ihm selbst eine stark verminderte geistige Kapazität zutrauen könnte. Besonders die Szenen der Eifersucht, in denen er wie ein Irrer seine geliebte Marie (Eva Mattes) bedrängt, wirken und man merkt schnell, dass der Stoff zu den absoluten Favoriten Herzogs zählt. Mit nur 900.000 DM Budget und einer Drehzeit von nur etwa zwei Wochen lieferte der Ausnahmeregisseur eine besonders dichte, sehr nahe am Original stehende Adaption ab und verdeutlichte die intendierte Nähe zum Dramenfragment auch durch die Kamera- und Schnitttechnik, indem er lange Einstellungen drehte, diese mit sehr harten Schnitten abteilte und fast nur in der Totalen filmte, um so den Eindruck eines Theaterstücks zu erwecken.


„Fitzcarraldo“ (1982)


Drei Jahre erholten sich die beiden künstlerischen Hitzköpfe von einander und genossen die Zeit ohne die ewigen Streitereien und Machtkämpfe am Set. Doch schon bald überwog die Erkenntnis, dass die überaus schwierige Zusammenarbeit die Mühe wert war. So kamen die beiden für die Dreharbeiten zum 1982 erschienenen Film „Fitzcarraldo“ wieder zusammen. Darin spielt Kinski den größenwahnsinnigen und völlig von seiner Idee überzeugten Opernfan Brian Sweeney Fitzgerald, der im peruanischen Dschungel ein Opernhaus errichten will. Um die notwendigen Gelder aufzutreiben, kauft Fitzgerald einen Dampfer, mit dem er Kautschuk aus einer abgelegenen Gegend holen und verkaufen will. Nicht nur die Natur stellt ihm dabei große Hindernisse in den Weg, auch die anfangs hilfsbereiten Einheimischen entpuppen sich als ungewollte Saboteure und so gelingt es ihm nicht, das nötige Geld aufzutreiben. Doch sein eiserner Wille lässt ihn nicht ruhen und er beginnt einen Ersatzplan auszuhecken, der sein Scheitern relativieren soll und die lange ersehnte Operndarbietung im Dschungel doch noch ermöglichen soll.


Wenn man eine weit entfernte Parallele ziehen möchte, dann(c) Arthaus / fitzcarraldo-793283 / Zum Vergrößern auf das Bild klicken könnte man in Fitzgerald so etwas wie eine starke Abwandlung von Herzog selbst sehen, der von allen für verrückt angesehen wurde und unter widrigsten Bedingungen seinen „Aguirre“ mitten im lebensfeindlichen Dschungel drehte. Ohne Rücksicht auf Verluste, mit eiserner Hand und nie von seiner Überzeugung abweichend, ähnelt er auch dem Protagonisten in „Fitzcarraldo“ mehr als nur ein wenig. Auch dieser Film blieb, wie die meisten Kollaborationen der beiden, nicht von Komplikationen verschont, waren doch eigentlich ganz andere Schauspieler als Protagonisten vorgesehen. Die Hauptrolle sollte eigentlich Jason Robards spielen, sein Gehilfe sollte niemand Geringerer sein als Mick Jagger. Auch Mario Adorf wurde für den Film gewonnen, der jedoch nach der Hälfte der Dreharbeiten aufgrund einer vieldiskutierten Krankheit Robards abgebrochen wurde und mit der jetzt auf Zelluloid gebannten Besetzung verwirklicht wurde. Diesmal war Kinski also nicht die erste Wahl Herzogs, sondern eher ein Mittel zum Zweck, das der Regisseur allem Anschein nach sogar vermeiden wollte, hatte er doch ernsthaft überlegt, die Titelrolle selbst zu übernehmen, sich schließlich aber doch für Kinski entschieden.


„Cobra Verde“ (1987)


(c) Arthaus / cobra-verde1 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDieser Film markiert das Ende der ambivalenten und sehr zwiespältigen Zusammenarbeit zwischen Werner Herzog und Klaus Kinski. „Cobra Verde“ basiert auf dem Buch „Der Vizekönig von Ouida“ des britischen Schriftstellers Bruce Chatwin, wobei sich Herzog lediglich auf einige Kapitel konzentriert, zwei Figuren zu seinem Protagonisten verschmelzen lässt und den Fokus ausschließlich und im Gegensatz zum Buch auf diesen ausrichtet.


Die Storyline beginnt mit dem zwielichtigen Gesetzlosen(c) Arthaus / cobraverde / Zum Vergrößern auf das Bild klicken Da Silva (Kinski), der in Brasilien zu einem gefürchteten Banditen mutiert und von einem Zuckermogul aufgrund seines bestimmten Auftretens zum Aufseher über dessen Plantagensklaven ernannt wird. Doch schon bald kann Da Silva seine Triebe nicht unter Kontrolle halten kann, schwängert er kurzerhand alle drei minderjährigen Töchter des Plantagenbesitzers und wird daraufhin auf eine Selbstmordmission zur Sklavenbeschaffung nach Afrika geschickt. Doch welch Überraschung, durch sein bestimmtes Auftreten hat Da Silva Erfolg, wird jedoch an den Hof des Königs von Dahomey verschleppt, wo er sich wieder nicht sehr lange aus Schwierigkeiten heraushalten kann. Schnell findet er sich in einem Aufstand wieder, wird Anführer eines Heeres, hilft den Thron zu erobern und wird als Dank dafür zum Vizekönig ernannt. Doch Brasilien stellt den Sklavenhandel ein, Da Silvas Position wird obsolet, er wird vertrieben, verrückt und stirbt letztlich völlig gescheitert beim Versuch, seiner persönlichen Hölle zu entkommen.


Politisch nicht tragbar und völlig unkorrekt wurde dieses letzte gemeinsame Werk nicht gerade zu einem krönenden Abschluss der Zusammenarbeit. Die Kritiker zerfleischten das Machwerk und auch Herzog selbst sagte, dass es dieser Film sei, der ihm am meisten fremd blieb. Kinskis Leistung ließ auch etwas zu wünschen übrig und Herzog spekulierte, dass dieser mit den Gedanken schon bei seinem nächsten Projekt war, das von ihm lange ersehnte „Kinski Paganini“, bei dem er Hauptrolle, Regie, Buch und Schnitt übernahm. So kann man diesen Film nicht gerade als großen Erfolg bezeichnen. Obwohl er in seiner Bildgewalt gewohnt drastisch ist und keine Scheu davor hat, auch politisch heikle Tatsachen wie diejenige, dass schwarze Herrscher schwarze Sklaven an weiße Händler verkauften, anzusprechen. Nichtsdestotrotz wurde es ein dichtes und gut konzipiertes Stück Film, das sich seinen Platz im Lebenslauf der beiden Streithähne redlich verdient hat. 


„Mein liebster Feind“ (1999)


(c) Arthaus / mein_liebster_feind_werner_herzog1999_01 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenSeit ihrem ersten gemeinsamen Projekt „Aguirre“ verband die beiden eine Art Hassliebe. Verwunderung paarte sich mit Verachtung, Gegensätzlichkeiten mit Respekt und Unverständnis spielte oft die Hauptrolle. Kinski konnte oder wollte von seinem artistischen Standpunkt her die Beweggründe Herzogs oft nicht verstehen, bewunderte ihn jedoch ob seiner unabdingbaren Zielstrebigkeit. Herzog wiederum konnte es nicht ertragen, dem cholerischen Schauspieler immer wieder seine Änderungen abzuschlagen und seine Wutausbrüche zu tolerieren. Nichtsdestotrotz war er sich der schauspielerischen Leistung, zu der dieser Mann fähig war, völlig bewusst und bezeichnete ihn deshalb auch schon mal als Weltwunder.


Mit „Mein Liebster Feind“ hat Werner Herzog ein kleines(c) Arthaus / mein_liebster_feind1 / Zum Vergrößern auf das Bild klicken Porträt über die ambivalente Beziehung zwischen dem wankelmütigen Schauspieler und dem nicht weniger schwierigen, aber kompromissbereiteren Regisseur abgeliefert. Der Dokumentarfilm aus dem Jahr 1999 zeigt repräsentative Szenen aus allen fünf gemeinsamen Werken, Kinski am Set mit all seinen Wutausbrüchen und belegt diese mit entsprechenden Outtakes. Werner Herzog reiste für diese Dokumentation abermals zu den Originaldrehorten in Südamerika, zeigt jedoch nicht nur die komplizierte Seite Kinskis, sondern zeichnet durch seine Aufarbeitung auch ein gefühlvolles, unverklärtes und ehrliches Bild ihrer oft schwierigen Beziehung. Ebenso enthalten sind Szenen aus Kinskis „Jesus Christus Erlöser“-Tour und bisher unveröffentlichte Aufnahmen aus „Fitzcarraldo“ mit Jason Robarts und Mick Jagger. Ein bunt gemischter Strauß also, der eine der bedeutendsten, schwierigsten und ertragreichsten Männerfreundschaften des letzten Jahrhunderts beleuchtet und klar macht, wie wichtig die Beziehung zwischen Regisseur und Schauspieler für die Filmkultur sein kann.



### Christoph Höhl ###



Publisher: Arthaus



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Marisa ist 20 Jahre alt und lebt in einer Kleinstadt in der ostdeutschen Pampa.
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