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Königin der 1000 Jahre 3

Gut zu wissen, dass die hohle Erde da ist, wenn man sie braucht!
Königin der 1000 Jahre 3
© Carlsen Verlag

Die Annahme, dass irgendwo tief unter der Erdoberfläche gigantische Hohlräume existieren, in denen sich je nach entsprechender esoterischer oder verschwörungstheoretischer Ansicht uralte Zivilisationen, deren arkanes Wissen oder gar gleich ein Paradies à la Shangri-La befinden, ist auch in Literatur und Popkultur ein gerne genutztes Motiv. Leiji Matsumoto, der Schöpfer von „Königin der 1000 Jahre“, konnte diesem Faszinosum, wie wir bereits aus der Lektüre der beiden vorangegangenen Bände wissen, ebenfalls nicht widerstehen und verwendet es als über einen längeren Zeitraum vorbereitete Fluchtmöglichkeit für die Menschheit im Falle einer Katastrophe – und gerade eben schien diese durch die Verwerfungen, die La-Metal auf dem blauen Planeten auslöst, eingetreten zu sein.


Wie sich jedoch herausstellt, handelte es sich bei der weitgehenden Zerstörung der Erde nur um eine Simulation für die Evakuierung der Erdbevölkerung. Glück gehabt, möchte man meinen, doch der Ernstfall tritt wenig später tatsächlich, als nicht nur Tokyo durch einen wahren Asteroidenhagel großflächig zerstört wird. Dank Hohlraumschiffen, von denen eines auch Hajime Amamoris Heimatstadt ins All befördert, können viele Leben gerettet werden, doch wie unser Held erfährt, sind trotzdem noch Menschen zurückgeblieben, darunter Yayois Schwester Serene, ihres Zeichens Anführerin der Diebe der 1000 Jahre. Hajime selbst, der zwischendurch dem sogenannten Hexenplaneten Carmilla einen Besuch abstattet, muss sich inmitten des kosmischen Dramas der Avancen eines aufdringlichen Roboters und einer mysteriösen Dame erwehren.


Während sich Ersterer namens Aladin nach kurzer Irritation als Freund und Helfer in der Not erweist, könnte das Interesse der zweiten neuen Bekanntschaft der Gesundheit des kürzlich mit ordentlich Raumfahrtwissen vollgepumpten Hauptdarstellers gar nicht zuträglich sein, denn es ist mit einem Angebot verbunden, dessen Ablehnung offenbar den Tod bedeutet. In puncto Kurzweiligkeit lassen die beiden hier abgedruckten japanischen Originalbände fünf und sechs jedenfalls nichts anbrennen, die Handlung schreitet flott voran und vermischt diverse Geheimnisse mit humorigen Anflügen und reger (nicht immer freiwilliger) Reisetätigkeit in den Weiten des Alls. Alles anschnallen für die Fortsetzung!
 

# # # Andreas Grabenschweiger # # #
 

Publisher: Carlsen Verlag
 

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