KRAFTWERK sind unbestritten eine der einflussreichsten Bands der Popgeschichte. Sie waren die ersten, die es mit einem deutschsprachigen Song in die Top 10 der US-Charts schafften ("Autobahn"). Ihr spezifischer Sound und ihre Ästhetik wurden zur Blaupause für Legionen von Bands. Sie gelten als die Pioniere der elektronischen Musik schlechthin, als Urväter solch verschiedener Genres der populären Musik wie Techno, Electro, Synthiepop oder Hip Hop. Schon seit ihren Anfängen in den frühen 1970er Jahren trieben die Masterminds der Band, Ralf Hütter und Florian Schneider, aber immer auch den technologischen Aspekt von Musikproduktion voran. In ihren Texten und ihrer Einstellung wiederum scheinen sie prophetisch die Errungenschaften und Gefahren der modernen digitalen Welt vorausgesehen zu haben: Die Beherrschung des Alltags durch Computer, die Vereinzelung, ja Auflösung des Individuums, umfassende Datenüberwachung et cetera.Aber auch kaum eine andere Band hat es dermaßen darauf angelegt, ein Geheimnis um die eigene Identität aufzubauen und den Mythos um die eigene Geschichte ins Unendliche zu potenzieren. So wird von Hütter und Schneider beispielsweise die Anfangszeit der Gruppe ganz gezielt ausgeblendet (die ersten drei KRAFTWERK-Alben werden so nicht zum Katalog gezählt und sind regulär auch nicht erhältlich). Die Bandmitglieder nahmen sich im Laufe der Jahre als Individuen immer mehr zurück, einem klaren Konzept folgend setzten sie immer mehr auf Entpersonalisierung – eindrücklichstes Beispiel dafür ist, dass sie sich zeitweise bei Live-Auftritten und Presseterminen von Robotern, die den Musikern nachgebildet waren, vertreten ließen. Interviewanfragen wurden und werden meist abgelehnt (auch der Autor des vorliegenden Buchs bemühte sich vergeblich, mit Hütter und Schneider zu sprechen), die wenigen Gespräche zeichnen sich durch knappe, lakonische Antworten aus, die weniger erhellende Einsichten liefern als vielmehr den Mythos der Band weiterspinnen.
Der Engländer David Buckley, Popjournalist und Lehrbeauftragter für Popkultur in München, nähert sich in seiner umfangreichen Biografie der Band. Er benutzte dafür eine Vielzahl von Quellen (so auch die wenigen Äußerungen von Ralf Hütter) und führte Gespräche mit ehemaligen Gefährten und Bandmitgliedern, vor allem natürlich mit den zur "klassischen" KRAFTWERK-Besetzung von 1975-1986 gehörenden Musikern Karl Bartos und Wolfgang Flür (dessen lesenswerte Autobiografie "Ich war ein Roboter" vor allem auch eine Abrechnung mit dem autokratischen Führungsstil von Ralf Hütter war). Dass gerade ein Brite die Geschichte von Kraftwerk aufbereitet, erweist sich als Glücksfall: Buckley kultiviert ganz bewusst einen sozialisationsspezifischen Blick von außen auf die Band, und das ermöglicht Ein- und Ansichten, die einem aus Deutschland stammenden Autor vielleicht nicht möglich gewesen wären. So begreift Buckley die Band KRAFTWERK als genuin deutsches Phänomen, das seiner Meinung nach nur im spezifischen soziokulturellen Klima der BRD entstehen konnte. Man kann sich nur der im Vorwort geäußerten Meinung von Ex-KRAFTWERKer Bartos anschließen: "Für mich ist es das erste wirklich ernstzunehmende von einem Nichtbeteiligten geschriebene Buch über die Band!"
# # # Gustav Ganz # # #
Publisher: Metrolit Verlag





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