Wenn sich bereits nach dem ersten Reinschnuppern in ein neues Album einer bis dato unbeachteten Band ein nicht zu leugnender, euphorischer Aha!-Effekt breit macht, das Herz schneller zu schlagen beginnt und der Körper die Endorphinproduktion ankurbelt, dann darf man ruhigen Gewissens behaupten, es mit etwas Großartigem zu tun zu haben. LARRIKIN LOVE legen mit ihrem Debüt eindrucksvoll dar, dass sie bei weitem mehr sind als bloß einer dieser talentierten LIBERTINES-Rip-Offs. „The Freedom Spark“ ist ein glitschiger, kleiner Bastard, der einem ob seiner beinahe schon beängstigenden Vielseitigkeit jedes Mal entgleitet, wenn man versucht, ihn in eine Genre-Schublade zu verfrachten. Calypso-Punk? Gipsy-Ska? Honky-Tonk-Britpop? Das „Missing Link“ zwischen den DEXY’S MIDNIGHT RUNNERS, GOGOL BORDELLO und der französischen Romantik? So ziemlich alles würde zutreffen und wäre doch nicht abwegig genug, den gut 30minütigen Episoden-Kurzfilm zu beschreiben, welcher beim Hören des Albums vor dem geistigen Auge abgespult wird. 30 ideenschwangere Minuten, in denen so unglaublich viel passiert – manch andere Band würde eine ganze Karriere darauf ver(sch)wenden. „Everything that I adore came well before 1984“, singt Edward Larrikin eher beiläufig auf „Downing Street Kindling“ und weist damit unfreiwillig auf die wichtigsten Ingredienzien der musikalischen Ursuppe hin, aus welcher der Sound der Band hervorgekrochen ist. Die Affinität zur Wiederaufbereitung geschichtsträchtiger Landsleute wie THE CLASH, THE POGUES, THE SMITHS gepaart mit den besten Versatzstücken junger Zeitgenossen namens LIBERTINES, ARCTIC MONKEYS oder PATRICK WOLF, und dabei dennoch nirgendwo grob anzuecken und etwas unverkennbar Eigenständiges auf die Beine zu stellen, ist ein gewagter Spießroutenlauf, welchen heutzutage nur mehr wenige junge Künstler bewältigen. LARRIKIN LOVE ist dieses Bravourstück gelungen.www.larrikinlove.com
Alexander Lueger





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