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Larry Brent 4

Viele Geheimnisse ranken sich um das abgelegene Schloss Bloody Grave. Die Bewohner der umliegenden Dörfer meiden das alte Gemäuer.

(C) R & B Company/Alive / Larry Brent 4 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenEine Gruppe von Jugendlichen beschließt eine ausgelassene Party zu feiern, als Ort dafür soll das abgelegene Schloss Bloody Grave herhalten. Zunächst gibt keiner der sechs jungen Leute etwas auf die unheimlichen Geschichten, die hinter vorgehaltener Hand über den Familiensitz der McCartneys erzählt werden. Als jedoch Jane aus der Gruppe verschwindet, erinnern sich alle wieder schnell an die blutigen Erzählungen über den ehemaligen Schlossherrn, der in seinen Mauern viele unschuldige Menschen ermordet haben soll. Jane ist unauffindbar, nur ein Blutfleck bleibt von der jungen Frau zurück. Von Panik erfüllt verlassen alle übrigen das Schloss.


Wenig später kehrt eines der Pärchen zurück, um ein verlorenes Handy zu suchen, und stell fest, nicht allein in dem düsteren Gemäuer zu sein. Die beiden stoßen auf das grauenvolle Geheimnis der alten Burg, können allerdings niemanden mehr davon berichten, denn auch sie müssen ihr Leben lassen. Das Verschwinden der Partygäste schlägt hohe Wellen und ruft auch die PSA auf den Plan. David Gallun alias X-Ray zögert keinen Moment und entsendet Larry Brent gemeinsam mit Iwan Kunaritschew und Morna Ulbrandson zu dem schottischen Schloss. Selten sahen sich die hartgesottenen PSA-Agenten mit einem derartig grauenvollen Fall wie diesem konfrontiert.


Also wenn "Party im Blutschloss" nicht der "Larry Brent" ist, wie wir ihn in den 1980er Jahren liebengelernt haben, dann weiß ich es auch nicht. Jede Minute dieses Hörspiels klingt wie eine Folge der altehrwürdigen Europa-Serie. Hier gelingt etwas, was vielen anderen Produktionen der letzten Jahre leider völlig abging. Es wird eine dichte Atmosphäre aufgebaut, bei der man einfach nicht anders kann als eine ausgewachsene Gänsehaut zu bekommen. Das nenne ich das wahre "Brent-Gefühl". Allerspätestens mit dem vierten Output ist man dort angekommen, wo die Serie seit der Pilotfolge hin wollte. Natürlich wird damit das Horrorgenre nicht neu erfunden, aber das muss man auch nicht, wenn man die Geschichte so liebevoll umsetzt wie hier.


Die Sprecher sind durch die Bank gut und können in ihren Rollen überzeugen, egal ob Mordopfer, Partygast oder PSA-Agent. Jeder ist konzentriert bei der Sache und alles klingt wie aus einem Guss. Hier sorgt niemand für Missmut beim Hörer. Lediglich Jo Jung als Erzähler klingt die ersten Minuten ein wenig hölzern und ungelenk, was sich aber sehr schnell wieder legt und nicht weiter ins Gewicht fällt. Das Skript und die Dialoge sind ordentlich, auch wenn sie nicht an "Die Wahnsinnsbrut des Dr. Satanas" [https://www.slam-zine.de/php/larry_brent_3,20407,32309.html] heranreichen können. Musik und Sounddesign sind wie bei allen bisher erschienenen Folgen der Serie über jeden Zweifel erhaben und schaffen den notwendigen Hintergrund, um eine wirklich gruselige Geschichte zu erzählen. Zartbesaitete sollten allerdings lieber zu einem anderen Titel greifen, denn hier geht es ordentlich zur Sache, es wird nicht mit expliziten Beschreibungen und Geräuschen gespart. Sicherlich nicht jedermanns Sache, aber für eine gute "Larry Brent"-Story unerlässlich.


Auch die vierte Folge macht bei der hochwertigen grafischen Gestaltung keine Ausnahme und kann wie ihre Vorgänger wieder mit zwei hervorragenden Covers beim Käufer punkten. Egal, ob es nun das neue von Timo Wuerz ist oder das althergebrachte Titelbild des Romanhefts aus dem Zauberkreis Verlag, beide sind absolute Hingucker. Mit den Folgen drei und vier von "Larry Brent" hat man alles richtig gemacht, besser als hier hätte man den PSA-Agenten nicht ins neue Jahrtausend transportieren können. Notwendige inhaltliche Korrekturen an den richtigen Stellen und ein liebevoller Umgang mit der Originalvorlage machen den Reiz der neuen Serie aus. Wenn dieses Niveau gehalten wird, dürfen wir uns mit Bestimmtheit noch auf eine ganze Anzahl guter, neuer "Larry Brent"-Hörspiele freuen.



# # # Justus Baier # # #



Publisher: R & B Company/Alive





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