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Live-Review: KEITH CAPUTO in der Wiener Arena (13.05.2008)

"Dreamy music for dreamy people" heißt es auf seiner Homepage. Wer dem LIFE OF AGONY-Sänger zu "undreamy" ist, kriegt gleich mal `ne Standpauke...

KEITH CAPUTO (c) Sight Of Sound / Zum Vergrößern auf das Bild klickenSo geschehen beim Konzert im Dreiraum der Wiener Arena. "I`m from New York! I don`t give a shit! There are people here who care..." Einige Gäste im Publikum wagten es nämlich, bei einer der zahlreichen Balladen CAPUTOs in der ersten Reihe zu tratschen anstatt zu träumen. Der eine oder andere Fan hat anscheinend die Abzweigung in immer ruhigere Gefilde versäumt und erwartete sich vom LIFE OF AGONY-Frontmann auch auf Solopfaden ass-kicking Rock`n`Roll!

Die Headbanger wurden also enttäuscht, die Schunkler und "Bewusstseinserweiterer" kamen voll und ganz auf ihre Züge und das zarte Gemüt KEITH CAPUTO zeigte sich einmal mehr als "Rumpelstilzchen des Soft KEITH CAPUTO (c) Daan Meeuwsen / Zum Vergrößern auf das Bild klickenRock", was vielleicht am zartrosa Traubensaft lag, vielleicht aber auch einfach nur am schmalen Grat zwischen Genie und Wahnsinn.

Ein Augenschmaus war auf alle Fälle die gecastete Band des Wahl-Amsterdamers: der Grunger im linierten Sweatshirt und der Metal-Fan mit Haaren bis zum A**** an den Gitarren, der Skatepunk am Schlagzeug, der Alleinunterhalter mit nacktem Oberkörper am Keyboard und das blondierte Big-Band-Mitglied am Bass verführten des Öfteren dazu, einfach die Augen zu schließen und ohne störende "Visuals" die Musik zu genießen.

"Negatives ist die Quelle des Kreativen" meinte Alexander Robert Freund von P:LOT kürzlich im SLAM-Interview und das ist wohl der Grund, warum CAPUTOs musikalische Output-Latte qualitativ so hoch liegt. Und nach der kurzen Standpauke, die vom Grunge-Gitarristen mit einem Kopfstreicheln CAPUTOs wieder aus der WeltKEITH CAPUTO (c) Sight Of Sound / Zum Vergrößern auf das Bild klicken geschafft wurde, waren dann auch alle ganz brav still und leise und die Arena-Securities konnten wieder abziehen.

Am Schluss noch ein paar Worte zum Anfang: RICKY WARWICK (Ex-ALMIGHTY) stand mit der Gitarre wie ein zweiter MIKE NESS (SOCIAL DISTORTION) auf der Bühne und verzückte mit lustigen sowie tiefsinnigen Ansagen. Der aus Belfast stammende, den Regen hassende und deshalb jetzt in Los Angeles sesshafte, frisch gebackene Papa schmiss mit Weisheiten um sich, die unter die Haut gingen: "It`s hard to learn to walk, but it`s harder to learn to fall" oder "There`s three sides to every story: yours, mine and the truth". War das nicht von EXTREME...?


###Stephanie Bürgler###

 



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Ein Interview mit KEITH "Ich bin zu einfühlsam für unsere abgestumpfte Umwelt" CAPUTO lest ihr im SLAM #37 auf Seite 22!

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