Lange bevor „Yes we can“ in aller Munde war und zu der Zeit als schwarze Musik durch PRINCE, MICHAEL JACKSON und WHITNEY HOUSTON die Popwelt regierte, waren die vier New Yorker LIVING COLOUR ab Mitte der achtziger Jahre so etwas wie die Vorreiter im Rockbusiness. Denn ihr eigenes kleines Kapitel im Lexikon der Musikgeschichte kann den Herren Corey Glover (Vocals), Vernon Reid (Git.), Will Calhoun (Drums) und Doug Wimbish (Bass) wohl niemand mehr nehmen. Zu stark wirkt ihr Machwerk aus dem ersten Teil ihrer Karriere noch immer nach. Zwischen 1988 und 1993 fegten sie als schwarzer Vierer durch die von weißen Männern dominierte Welt der harten Rockmusik, spielten wunderbare Alben wie „Vivid“ oder „Stain“ ein und legten mit ihrer wuchtigen Live Energie viele Locations in Schutt und Asche. LIVING COLOUR standen für Hardrock, der sich gekonnt und ungekünstelt in Richtung Funk und Jazz öffnete. Danach folgte 1992 der Bandsplit und 2000 schließlich die Reunion, die uns nun nach dem 2003er Werk „CollideØscope“ mit „The Chair In The Doorway“ ein weiteres Album beschert. Alt bekannte Tugenden aus eingängigen Melodien unterlegt durch funky Hardrockpassagen und der souligen Stimme Corey Glovers, werden auf dem neuen Album in den hinteren Teil verbannt. Zu Beginn setzten LIVING COLOUR auf für sie neue, düster atmosphärische Metalsounds. Dunkel und schwermütig kommen Songs wie „The Chair“ oder „Method“ daher. Einige Stücke wälzen sich wie glühende Lava durch die Boxen, gesanglich erinnert Glover dabei an vergangene Grunge Zeiten, so nahe kommt er dem jungen Chris Cornell manchmal. Mit dem wunderbaren „Behind The Sun“ beginnen die altbekannten und bewährten Vorzüge der Band in Form neuer Songs zu glänzen. Neueinsteiger werden mit den ersten drei LIVING COLOUR Alben wohl noch besser bedient, Fans der ersten Stunde und Fortgeschrittene LC Hörer werden auch auf „The Chair In The Doorway“ das eine oder andere Juwel finden. www.livingcolour.com
Claus Michäler (7,5)





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