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Ma Mère (cmv-Laservision)

Ein Junge lässt alles mit sich geschehen und die Frage ist, ob man ihm das verübeln kann. Ist Inzest legitim? Rein gesetzlich nicht, der Film jedoch, der einer Vorlage George Batailles obliegt, erzählt uns in schonungsloser Weise davon, als wäre nichts dabei mit der Mutter zu schlafen. Doch trotz allem passiert alles, was geschieht, auf freiwilliger Basis.

ma_mere_cover (c) cmv-Laservision / Zum Vergrößern auf das Bild klickenPierre, ein 17jährige Junge, der bei seinen Großeltern aufwächst, wird nach dem plötzlichen Tod von seiner Mutter Hélène, eine Nobel-Prostituierten, aufgenommen. Sie führt den Jungen nach und nach in die abstruse Kunst der Sexualität und Perversion ein. Beide teilen sich eine Geliebte, welche bis zum tragischen Ende zugegen ist.


Über die Thematik lässt sich ja bekanntlich streiten, denn Geschmäcker sind zum Glück verschieden. Worüber sich jedoch nicht streiten lässt ist die lieblos durchgeführte deutsche Synchronisation, die den Film eher schlecht als recht darstellen lässt, obwohl er vielleicht um ein vielfaches erträglicher wäre, hätte man hierbei etwas mehr investiert. Schlechte Synchronstimmen, die nicht zu den Charakteren passen und vor allem die Übertriebenheit der Aussprache durch ihr negativ auffallendes Heben und Senken sind ein Störfaktor beim Schauen des Films. Pornographie ja, jedoch bitte nicht in einer Qualität, als würde ich selbst Rohschnittszenen im meinem Schlafzimmer drehen. Der Film glänzt zudem noch mit der unliebsamen Eigenschaft auf jeden Fall auffallen zu wollen, dies zeigt er mit einer manchmal verstörenden Form von Provokation, die man sich so vorstellen kann, dass eine ausreichend und "ausgefüllte" Szene den Eindruck erweckt, als würde der Regisseur Christophe Honoré nicht mehr wissen, was er als Nächstes machen soll. Also schiebt er unnötig übertriebene Handlungen hintenan.


Jedenfalls gibt es diesen Film bei cmv-Laservision auf DVD und man kann sagen, dass es sich hierbei um einen Film mit teilweise gelungenen und teilweise schlechten und übertriebenen Sequenzen handelt, dessen deutsche Synchronisation unzureichend ist.


# # # Mario Miletich # # #



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