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Marvel Origins 36

In diesen Band passen mehr neue Charaktere, neue Entwicklungen und neue Schurken als eine Spinne Beine hat!

Marvel Origins 36Wer an das gegenwärtige Storytelling in Superhelden-Comics gewohnt ist, bekommt in der vorliegenden Ausgabe von "Marvel Origins" eine Kostprobe davon, wie das in der Blütezeit der "Silver Age"-Marvels ablief – nämlich Schlag auf Schlag. Damals war noch kaum absehbar, dass dereinst ein auf Abertausenden Geschichten fußender Popkultur-Kanon entstehen würde mit Charakteren, die mehr oder weniger ewig jung bleiben müssen, um der trotz aller Fantasie oft veränderungsresistenten Leserschaft weiter nahe zu sein. Folglich hielt die Zeit in den Heften des "House of Ideas" mit jener der realen Welt Schritt, sodass ein Schüler wie Peter Parker in "Amazing Spider-Man" 28, mit dem dieser Band beginnt, seinen Highschool-Abschluss machen konnte.


Schurkentechnisch tritt hier Molten Man erstmals auf, wichtiger ist jedoch das Ende der Leider-nein-Romanze mit Liz Allan, doch es gibt ja auch noch Betty Brant, die unseren jungen Uni-Stipendiaten in US-Heft 30, dem Beginn der "Master Planner"-Saga (siehe auch hier), durch den Hochzeitsantrag des Liebesrivalen Ned Leeds emotional auf Trab hält. Zuvor gibt es jedoch neben dem zweiten Annual, bei dem Steve Ditko seiner Vorliebe für den hier als Gaststar auftretenden Doctor Strange ausleben durfte, "Amazing Spider-Man" 29 zu lesen. Wer sich auch nur ansatzweise mit der deutschsprachigen Comic-Geschichte befasst hat, weiß um die Bedeutung des ikonischen Covers, das Spidey im Kampf mit dem Skorpion zeigt: Ebendieses zierte die Startnummer von "Hit Comics", das 1966 das Marvel-Debüt in unseren Breiten markierte.


Nicht minder historisch geht es weiter, denn an der Uni treten (in Heft 31) mit Harry Osborn, Gwen Stacy und Professor Miles Warren später wichtig werdende Charaktere auf, die in einige der tragischsten Geschehnisse der Netzschwinger-Karriere überhaupt verwickelt sein werden. Der erste Eindruck, den Peter auf das Trio macht, könnte jedoch nicht schlechter sein, da er aufgrund des körperlich geschwächten Zustands von Tante May den Kopf woanders hat als in den "Niederungen" des Teenager-Alltags. Dazu gesellen sich finanzielle Sorgen und die bereits erwähnten amourösen Troubles mit Betty Brant, um das sprichwörtliche "Parker-Glück" perfekt zu machen. Wunderbare Lektüre, die diesmal um einige Layoutentwürfe von Steve Ditko ergänzt wird.


 
# # # Andreas Grabenschweiger # # #



Publisher: Hachette



Erhältlich im Zeitschriftenhandel und auf www.die-superhelden-sammlung.de.


 

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artikel closer s147 rc45© SLAM Media

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