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Marvel Origins 41

Diesmal verlässt Daredevil die Großstadt, um in einen Dschungel ganz anderer Art einzutauchen.

Marvel Origins 41Im Gegensatz zu anderen Helden aus der Frühzeit des "Marvel Age of Comics" präsentierte sich der Mann ohne Furcht, wenn wir es einmal überspitzt formulieren wollen, auch als Mann ohne Kontinuität in puncto Artwork: Bis einschließlich Heft 11, das die vorliegende dritte Sammlung an Material aus "Daredevil" einleitet, hatte die Serie mit Bill Everett, Joe Orlando, Wally Wood und Bob Powell bereits vier Zeichner "verschlissen". Wood, dem DD sein ikonisches rotes Kostüm verdankt, übernahm nach den Illustrationen des ersten Teils der Story um den Organizer noch die Tusche und überließ Stan Lee die Auflösung rund um dessen Machenschaften und "tierische" Helferschurken.


Für die nächsten beiden Hefte steuerte Jack Kirby die Layouts bei (siehe dazu auch den Bonusteil des vorliegenden Bands), auf deren Basis ein kurz zuvor in den Schoß von Marvel zurückgekehrter Künstler seinen Aufstieg zu einem der prägendsten Kreativkräfte des "Silver Age" beginnen sollte. Die Rede ist von John Romita, welcher der Serie binnen kürzester Zeit bessere Verkaufszahlen bescherte, wenig später in Form von "The Amazing Spider-Man" ein Zugpferd des Verlags übernahm und sich damit in die Comic-Geschichtsbücher eintrug. Mit seinem Debüt erfolgte auch ein Schauplatzwechsel: DD vertauschte den Dschungel der Großstadt mit dem des Wilden Landes.


Für ein dreiteiliges Abenteuer in "Daredevil" 12-14, bei dem Matt Murdock das weiterhin kräftig rotierende Liebesdreieck mit Karen Page und Foggy Nelson verließ und in die Fänge des Piraten Plunderer geriet, wurde der "street level", der die meisten DD-Storys bis dahin geprägt hatte, zugunsten eines Gastspiels von Ka-Zar verlassen. Der edle Wilde, bei dem es sich um eine neue Version einer Pulp-Figur aus den 1930ern handelt, war erstmals in "X-Men" 10 aufgetaucht, das uns Hachette hoffentlich in einem künftigen, den Kindern des Atoms gewidmeten Eintrag der Sammelreihe servieren wird. Daredevil jedenfalls profitierte hier klar von Romitas Können, nicht zuletzt eignete sich seine langjährige Expertise in Sachen Romantik-Comics perfekt für die hier (und bei Spidey) allgegenwärtige Seifenoper. 


 
# # # Andreas Grabenschweiger # # #



Publisher: Hachette



Erhältlich im Zeitschriftenhandel und auf www.die-superhelden-sammlung.de.


 

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artikel closer s147 rc45© SLAM Media

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