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Marvel Origins 53

Nicht nur das Debüt des Black Panther hält das Qualitätslevel bei den FF-Storys des Teams Lee/Kirby 1966 konstant hoch.
Marvel Origins 53
© Hachette

Von Beginn an machten Stan Lee und Jack Kirby der Leserschaft von „Fantastic Four“ unmissverständlich klar, dass es Ben Grimm bei dem schicksalshaften Zwischenfall im All am schlimmsten erwischt hatte – schließlich wurden Reed, Sue und Johnny durch die kosmischen Strahlen zwar ebenfalls gewaltige Kräfte verliehen, sie behielten aber ihr menschliches Äußeres bei. Auf seine Verwandlung in das orange Ungetüm reagierte das Ding folglich wahlweise mit Sarkasmus, Verzweiflung oder blanker Wut. Die in diesem Band abgedruckten Storys decken das ganze Spektrum auf der Emotionsskala ab und präsentieren es mit unterschiedlichen erzählerischen Mitteln.


US-Heft 51 bietet als Eröffnung der vorliegenden Ausgabe gleich ein Highlight, das die Meisterschaft des Kreativteams verdeutlicht, auf gerade einmal 20 Seiten nicht nur das ewige Dilemma von Tante Petunias Lieblingsneffen aufzugreifen, sondern gleichzeitig auch eine bewegende Geschichte über Opferbereitschaft und Heldenmut zu erzählen. Das Spannende und Herausragende an „This man… this monster!“ ist besonders, dass diese Charaktereigenschaften nicht von einem der Fantastischen Vier, sondern einem schurkischen Wissenschaftler an den Tag gelegt werden, der das Ding dank der Beeinflussung mit einer der üblichen wundersamen Gerätschaften (nämlich eines Kurzstrecken-Unterbewusstseins-Beeinflussers) zu sich lockt und mit ihm unbemerkt die Rolle samt dem Aussehen tauscht. Als Reed durch ein waghalsiges Experiment Lebensgefahr droht, trifft er eine verhängnisvolle Entscheidung.


Nicht minder famos geht es weiter mit dem Auftritt des ersten afroamerikanischen Superhelden: Auf Einladung des Herrschers von Wakanda finden sich Reed & Co. inmitten einer Jagd wieder, bei der sie die Beute von Black Panther darstellen. Der darauffolgende Schlagabtausch erweist sich aber lediglich als Test für den Ernstfall, der in Form von Ulysses Klaw kurz darauf eintritt. Er hat T’Challas Vater auf dem Gewissen und will sich mit seinen Maschinen, die feste Gegenstände aus Schall erzeugen können, das nur in der afrikanischen Monarchie vorkommende Vibranium sichern. Zwischendurch gibt es Einblicke in die Versuche der Inhumans, ihrem Gefängnis zu entkommen, und zuvor Episoden aus Johnny Storms (durch den Wakanda-Aufenthalt unterbrochenen) College-Alltag.


Abgerundet wird das nunmehr zwölfte Paket an FF-Storys innerhalb der „Marvel Origins“-Reihe mit Heft 55, das Ben Grimms Gemütszustand diesmal mit handfesten Mitteln auslotet, was vor allem den jungen Fans nach dem Motto „Wer ist der Stärkere?“ sicher gefallen haben dürfte. In der Story lässt das Ding seiner Eifersucht auf den Silver Surfer, der Alicia Masters einen Besuch abstattet, freien Lauf und muss sich am Schluss reichlich zerknirscht geben. Jack Kirby lieferte dabei gewohnt dynamische Arbeit ab, überhaupt fällt auf, dass sein Artwork vom reduzierten monatlichen Output stark profitierte und qualitativ eine neue Ebene erreichte. Im Bonusteil gibt es unter anderem die erste Designstudie zu Black Panther und ein ungenutztes Cover von „FF“ 51 zu sehen.


# # # Andreas Grabenschweiger # # #
 

Publisher: Hachette


Erhältlich im Zeitschriftenhandel und auf www.die-superhelden-sammlung.de.
 

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artikel closer s147 rc45© SLAM Media

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