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Marvel Origins 56

Die Guten, die Bösen und… die Peinlichen!
Marvel Origins 56
© Hachette

Mit „Daredevil“ 21-25 gibt es die fünfte Dosis an Abenteuern des New Yorker Teufelskerls, wobei es aus der Perspektive des heutigen Lesers betrachtet gleichermaßen heiß und kalt setzt. Auf der Habenseite verbuchen können die um den Jahreswechsel 1966/67 erschienenen Ausgaben, die uns Hachette serviert, definitiv das sehenswerte Artwork von Gene Colan. Mit der Fortsetzung rund um den von Owl inszenierten Gerichtsprozess, in den Matt Murdock involviert wurde, lieferte „The Dean“ in gewisser Weise einen Vorgeschmack auf die künstlerischen Großtaten, die er ab 1972 im Rahmen von „The Tomb of Dracula“ vollbringen sollte – nicht zuletzt, weil sich das Ganze in einer Burg zuträgt.


Zumindest der Denkmalschutz bräuchte sich nicht mehr bezüglich der Einsturzgefahr des alten Gemäuers zu sorgen, denn ein ausbrechender Vulkan macht den Showdown zwischen den Kontrahenten ebenso dramatisch wie Owls mechanische Eule. Hier trug der gute Stan Lee etwas zu viel auf, doch es kommt noch dicker: Zurück in New York führt Daredevils Weg passenderweise in den Ring, wo bekanntlich ja schon Matt Murdocks Vater mehr schlecht als recht seine Brötchen verdiente. Der Masked Marauder lässt einen Androiden, den sogenannten Tri-Man, gegen ihn antreten und verfrachtet nach dessen Niederlage DD und Gladiator mit seinem Schwebestrahl unversehens nach Europa, um dort der Maggia, deren Kontrolle er übernehmen will, eine ordentliche Show zu liefern.


Zweifellos präsentiert sich die plötzliche Verfrachtung auf den alten Kontinent ordentlich konstruiert, was darin gipfelt, dass der Mann ohne Furcht nach einem kurzen Kampf gegen nicht näher bezeichnete Rebellen praktischerweise ein zufällig in der Nähe geparktes Flugzeug ergattert, das er nach Großbritannien pilotiert. Dort wartet in „Daredevil“ 24 ein weiteres Team-up mit Ka-Zar, der dank der Machinationen seines Halbbruders Plunderer unter Mordverdacht steht, bevor das Folgeheft mit Heap-Frog einen der peinlichsten Schurken überhaupt bereithält, die jemals der (Sprung)Feder von Stan Lee entwichen. Der arme Gene Colan!


Gegen solche storytechnischen Gurken nimmt sich die Entscheidung Matts, mit dem draufgängerischen Mike Murdock einen angeblichen Zwillingsbruder ins Treffen zu führen, um gegenüber Karen und Foggy den Verdacht, dass er Daredevil ist, zu entkräften, geradezu als Geniestreich aus und sorgt für kurzweilige Ablenkung. Die Bonusseiten stimmen dann ebenfalls wieder versöhnlich, schließlich enthalten sie Original-Artwork von Gene Colan und zwei Leserbriefseiten aus „Daredevil“ 22, bei denen sich die erfolgsträchtige, enge Bindung zwischen Verlag und Fans in der Blütezeit des „Marvel Age of Comics“ wunderbar offenbart.


# # # Andreas Grabenschweiger # # #
 

Publisher: Hachette


Erhältlich im Zeitschriftenhandel und auf www.die-superhelden-sammlung.de.
 

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