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Marvel Origins 60

Alte Feinde kehren zurück, während sich der Hass gegenüber den X-Men spürbar steigert.
Marvel Origins 60
© Hachette

Nachdem die Kinder des Atoms in der dritten Marvel-Kollektion aus dem Hause Hachette verhältnismäßig spät zum Zug kamen, sind die nun sehr kurzen Veröffentlichungsabstände der ihnen gewidmeten Einträge natürlich besonders fein. Band 60 mit der vierten Dosis an Vitamin X startet mit dem Finale rund um die erste Generation der Sentinels, die von Bolivar Trask entwickelt wurden und ihre ursprüngliche Aufgabe, die eigentlich im Aufspüren und Neutralisieren von Mutanten bestand, eigenmächtig geändert haben: Der optimale Weg, um die Menschheit zu schützen, ist laut dem Master Mold (in der deutschen Übersetzung als „Ur-Sentinel“ bezeichnet) ganz einfach der, über sie zu herrschen. Das nennt man wohl die kalte Logik der Maschinen, gegen die sich das zwischenzeitlich in Gefangenschaft geratene X-Team nur mit tatkräftiger Unterstützung seines Mentors erwehren kann.


Nach diesem Scharmützel gegen die Roboterungetüme, die einen zentralen Bestandteil von Marvels Mutantenmythologie darstellen, kehrt in „X-Men“ 17 ein altbekannter Gegner zurück, der nach dann etwas doch zu häufigen Auftritten zur Anfangszeit der Serie zwischenzeitlich ins All verbannt wurde: Die Rede ist natürlich von Magneto, wobei der Erzschurke beim etwas überhastet wirkenden Schluss in der Folgeausgabe wieder in die Verbannung zurückkehren muss. Immerhin ergibt sich durch diese Episode die Möglichkeit für etwas positive Publicity, die Professor Xaviers Schutzbefohlene auch dringend benötigen, denn in Heft 20 bekommen sie „dank“ der in ihren Teamkostümen agierenden Schurken (und ebenfalls Rückkehrer) Unus und Blob die Verachtung der Mitmenschen ab – ein weiterer früher Vorgeschmack bezüglich eines der zentralen Motive des X-Franchises überhaupt.


Außerdem gibt es ein weiteres Wiedersehen, diesmal mit Lucifer, das im Gegensatz zu dessen Debüt (siehe Band 55) allerdings gehaltvoller ausfällt und auch enthüllt, was Charles Xavier in den Rollstuhl zwang. Bereits zuvor tritt übrigens Mimic auf den Plan, der im weiteren Verlauf der frühen Abenteuer der X-Men noch eine prominente Rolle spielen wird, hier aber noch nicht allzu viel Tiefgang über das übliche Schurkenklischee hinaus zugestanden bekommt. Auch in anderer Hinsicht markieren die abgedruckten „X-Men“-Ausgaben einen Wandel, nämlich erzählerisch (der blutjunge Roy Thomas übernimmt das Autorenzepter mit Heft 20) und bezüglich des Artworks, für das Jack Kirby Nachfolger Werner Roth noch bis Heft 17 Layouts zur Verfügung stellte.
 

# # # Andreas Grabenschweiger # # #
 

Publisher: Hachette


Erhältlich im Zeitschriftenhandel und auf www.hachette.de/de-de/Marvel-Origins/shop.
 

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artikel closer s147 rc45© SLAM Media

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