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Marvel Origins 62

Liebe macht blind – und den Avengers ordentliche Probleme.
Marvel Origins 62
© Hachette

Zwar vergeht nicht viel Zeit zwischen der Veröffentlichung einzelner Bände von Hachettes Marvel-Kollektion zum „Silver Age“, aber trotzdem war etwas Geduld erforderlich, um nach Band 50 die nächste Dosis an Rächer-Abenteuern in den Händen halten zu können. Es schadet also durchaus nicht, die Erinnerung etwas aufzufrischen, denn als Start gibt es mit „Avengers“ 35 die Fortsetzung der Auseinandersetzung mit dem zuvor erstmals aufgetretenen Living Laser. Dies gab übrigens den Startschuss für die Autorenstrecke des damals wenige Monate zuvor von DC zu Marvel gewechselten Roy Thomas, der später Stan Lee als Chefredakteur beerben sollte.


Die Motivation des Schurken, der mit Revolutionären aus Costa Verda (einem der zahlreichen fiktiven Länder auf der Marvel-Landkarte) paktiert, dass Jane van Dyne sich ob seiner demonstrierten Macht in ihn verlieben würde, fällt allerdings ebenso wenig kreativ aus wie einige Kapitel später jene von Hercules. Der Prinz der Macht, der bekanntlich bereits in den Thor-Einträgen der Sammlung mitgemischt hat, wird von der Enchantress durch einen verzauberten Trank dazu gebracht, das Hauptquartier der Avengers zu attackieren – allzu tief wurde hier leider nicht in die erzählerische Trickkiste gegriffen, doch zumindest ist die Episode in Heft 38 kurzweilig und kompakt abgehandelt.


Das lässt sich vom vorangehenden Zweiteiler rund um den Kampf gegen Ixar und seine Ultroiden aus dem Weltraum nicht behaupten, der etwas künstlich in die Länge gezogen scheint, aber immerhin Quicksilver und Scarlet Witch wieder in die Reihen der Rächer zurückbringt. Wesentlich interessanter als die Actionsequenzen, die das Team zuweilen in ordentlicher Bedrängnis und knapp vor der Niederlage zeigen, sind die internen Querelen, welche nicht mehr bloß von Hawkeye ausgehen. All das ergibt einiges an Licht und Schatten in qualitativer Hinsicht, aber bekanntlich sollte der hier vom solide am Zeichenbrett agierenden Don Heck unterstütze Roy Thomas alsbald zur Höchstform auflaufen.
 

# # # Andreas Grabenschweiger # # #
 

Publisher: Hachette


Erhältlich im Zeitschriftenhandel und auf www.hachette.de/de-de/Marvel-Origins/shop.
 

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artikel closer s147 rc45© SLAM Media

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