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Marvel Origins 63

Roy Thomas und Jean Grey anno 1966: Gekommen, um zu bleiben. Auch wenn sich Marvel Girl zwischendurch vom X-Team entfernt…
Marvel Origins 63
© Hachette

Aufmerksamen Marvelianern wird beim Anblick des Covers nicht entgangen sein, dass diesmal bereits Roy Thomas als Autor geführt wird. Ebenso wie beim vorangegangenen Eintrag der „Silver Age“-Collection von Hachette, der den Avengers gewidmet war, durfte der damalige Newcomer im „House of Ideas“ 1966 als Zeichen höherer Weihen auch die Abenteuer der Mutanten übernehmen – wenngleich Professor Xaviers Schützlinge damals natürlich noch weit entfernt von späterem Glanz waren und sich in puncto Verkaufszahlen mehr schlecht als recht behaupteten. Die im vorliegenden Band abgedruckten „X-Men“-Ausgaben 21-25, von Werner Roth wieder handwerklich solide gezeichnet, machten es den Zeitgenossen aber auch ein bisschen schwer, das Potenzial der Gruppe rund um Scott Summers zu erkennen.


Dafür sorgen vor allem die dieses Mal auftretenden Schurken, die zu einem nicht unbedeutenden Teil wohl ungestraft mit dem Etikett „cheesy“ versehen werden können, wenn wir etwa an Plantman, Eel, Porcupine, Scarecrow und Unicorn denken, die Count Nefaria (widerwillig) bei dessen dreistem Erpressungsversuch der US-Hauptstadt unterstützen (Heft 22/23). In eine ähnliche Kerbe schlägt im Anschluss Locust, bei dem es sich leidlich originell um einen (seiner Meinung nach) geringgeschätzten Wissenschaftler handelt, der Insektenmutationen erforscht und noch dazu den Nachnamen Hopper trägt. In „X-Men“ 25 tritt El Tigre auf den Plan, ein Abenteurer, der im südamerikanischen Dschungel einen Teil eines mächtigen Artefakts entdeckt und in New York den fehlenden zu finden gedenkt – sowohl er als auch seine Helfer treten dabei in landesüblicher Kleidung auf, was alles andere als auffällig erscheint.


Mit einem Cliffhanger endet der vorliegende Band, während das erste abgedruckte US-Heft 21 jenen um Lucifer auflöst. Die Auseinandersetzung zwischen ihm und den Professor begleitete die Leserschaft schon länger, umso profaner fällt die Erklärung seiner Herkunft aus, die wieder einmal mit außerirdischen Invasoren zu tun hat. Viel interessanter und leider zu kurz geraten sind da schon die menschlichen (respektive mutantischen) Zwischentöne, nämlich Jean Greys Entscheidung, die X-Men vorübergehend zu verlassen, um auf Wunsch ihrer Eltern ein normales Collage zu besuchen, und das weitergeführte Liebesdreieck mit ihr, Angel und Cyclops. Etwas Geduld ist noch erforderlich, um Mr. Thomas auch im Fall der Gruppe X auf Betriebstemperatur zu erleben.
 

# # # Andreas Grabenschweiger # # #
 

Publisher: Hachette


Erhältlich im Zeitschriftenhandel und auf www.hachette.de/de-de/Marvel-Origins/shop.
 

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artikel closer s145 pc6© SLAM Media

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