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Marvel Origins 73

Während das Ding wieder mal im allgemeinen Weltschmerz versinkt, gibt es an anderer Stelle eine frohe Nachricht und zwei bedeutende Debüts zu vermelden.
Marvel Origins 73
© Hachette

Im letzten ihnen gewidmeten Eintrag der Hachette-Kollektion zerstörte „Marvel’s First Family“ eine auf der Erde stationierte Wächtereinheit der Kree, was in den Weiten des Alls nicht unbemerkt bleibt. Als Resultat tritt in „Fantastic Four“ 65 nicht nur erstmals die Oberste Intelligenz des außerirdischen Imperiums auf den Plan (und warnt unsere Helden in Form von Albträumen gleich einmal vor), sondern auch Ronan der Ankläger. Das Team muss alle ihm zur Verfügung stehenden Kräfte aufbringen, um die folgende Auseinandersetzung mehr oder weniger unbeschadet überstehen zu können. Weniger eindrucksvoll fällt im Vorfeld des Kampfs der emotionale Ausbruch von Susan Richards-Storm aus, die sich statt heroischer Taten doch lieber auf Haushalt und schöne Kleider konzentrieren möchte.


Tja, auch die ganze Progressivität des „Marvel Age of Comics“ musste 1967 noch vor dem uns heute mehr als antiquiert geltenden Rollenbild der Frau zurückstecken, aber das kennen wir ja schon aus manch vorangegangenem Kapitel der Serie. Benjamin Grimm wiederum gestanden Stan Lee und Jack Kirby hingegen großzügig das allumfassende Recht zu, sich in seinen eigenen Problemen als unansehnlicher Klotz zu suhlen – immerhin allerdings muntern ihn die herbeieilenden Fans rechtzeitig auf, um dem Verschwinden seines Herzblatts Alicia Masters nachzuspüren. Diese gerät im Zweiteiler aus den „FF“-Heften 66 und 67 in die zweifelhafte Gesellschaft von größenwahnsinnigen Wissenschaftlern, die mit einem künstlich geschaffenen Menschen (man ahnt es bereits) die Welt beherrschen wollen.


Bei dem mit (zu) großen Kräften ausgestatteten Wesen, das im US-Original lediglich als „Him“ bezeichnet wurde, handelt es sich um niemand Geringeren als Adam Warlock, dessen frühe Abenteuer sich übrigens in der ersten Marvel-Reihe von Hachette verfolgen lassen (siehe dazu die Bände 84 und 87). Den überlangen Abschluss dieser Ausgabe besorgt dann das fünfte „Fantastic Four Annual“ vom Herbst 1967, in dem die FF zusammen mit den Inhumans und dem Black Panther als Gaststars an den Psycho-Man (und dessen vernachlässigbare Handlanger) geraten. Die wahre Sensation ist dann allerdings die zwischendurch eingestreute Nachricht, dass Susan Richards-Storm ein Baby erwartet, was auch diesem Annual einen berechtigten Platz in der FF-Historie sichert. Als Bonus gibt es ein Soloabenteuer mit dem Silver Surfer, jede Menge Pin-ups von Jack Kirby und einen parodistischen Einblick in die Marvel-Redaktion.
 

# # # Andreas Grabenschweiger # # #
 

Publisher: Hachette

Erhältlich im Zeitschriftenhandel und auf www.hachette.de/de-de/Marvel-Origins/shop.
 

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