Navi Logo von SLAM alternative music magazine
Promo für aktuelles SLAM Heft
SLAM #146 mit Interviews und Storys zu SPORTFREUNDE STILLER +++ DARKTHRONE +++ THE HU +++ TARJA +++ A.A. WILLIAMS +++ JUNIUS +++ SHINEDOWN +++ BLACK VEIL BRIDES +++ LEFT TO DIE +++ LEX LEGION +++ u.v.m. +++ Jetzt am Kiosk!

Marvel Origins 75

Faktor Drei macht nicht nur weiter Ärger, sondern sorgt auch für das Verschwinden von Professor X.
Marvel Origins 75
© Hachette

Während uns eine der redaktionellen Seiten darüber aufklärt, dass die ersten potenziellen Love interests von Hank McCoy und Bobby Drake nicht allzu lange Präsenz zeigen würden, erleben wir sie mit besagten Damen – Vera Cantor und Zelda Kurtzberg (deren Name erwies unverkennbar dem bürgerlichen Namen von Jack Kirby die Ehre) – in den ersten beiden Kapiteln dieses Bands (in „X-Men“ 31 und 32) im Coffee-A-Go-Go. Das nutzte Stan Lee aus, um seine Version der damaligen Gegenkultur unters jugendliche Volk zu bringen, genau so wie ein Rockerclub-Gegenstück zu den Hells Angels, die hier als Satan’s Saints auftreten und die Beat-Party ordentlich crashen. Mit Candace „Candy“ Southern darf sich nun auch Warren Worthington von den Strapazen des Liebesdreiecks, in dem er bisher mit Scott Summers und Jean Grey gefangen schien, etwas erholen.


Möglicherweise verbrauchte der gute Mr. Lee für diese lockeren Passagen einen Großteil der Heft 31 gewidmeten Kreativreserven, denn die Ursache, die aus dem Bruder von Jean Greys College-Bekanntschaft den sogenannten Cobalt Man werden lässt, welcher den „schurkischen“ Iron Man (für die Öffentlichkeit der Leibwächter und Sicherheitschef seines Ex-Arbeitgebers Tony Stark) vernichten will, ist ein angestoßener Kopf bei einem sportlichen Wettkampf. Anschließend dürfte sich „The Man“ aber davon erholt haben, erfahren wir doch, was sich hinter der ominösen Eichentür im X-Anwesen in Westchester County befindet: Hier versucht Charles Xavier, den komatösen Juggernaut vom unheilvollen Einfluss von Cyttorak zu heilen, was aber dank der Einmischung von Faktor Drei (im Original Factor Three) ordentlich daneben geht und Cain Marko neben dem Bewusstsein auch noch die telepathischen Kräfte seines Stiefbruders erlangen lässt.


Während sich der Juggernaut einen Schlagabtausch mit den Schützlingen des Professors liefert, wird dieser durch Schergen der nach der Weltherrschaft (was sonst?) strebenden Organisation entführt und bleibt verschwunden – das ändert sich auch nicht bis zum letzten Kapitel dieses Bands, das mit „X-Men“ 35 ein weiteres Gastspiel von Spider-Man bietet. Ausgerechnet der bei solchen frühen Begegnungen mit anderen Helden oft hitzköpfig agierende Wandkrabbler erweist sich dabei als Stimme der Vernunft, als es infolge eines der damals üblichen Missverständnisse zum Kampf (aber ohne dem damals oft unvermeindlichen Team-up gegen die wahren Schurken) kommt. Während zuvor Doctor Strange, wenngleich lediglich in seiner Astralform, ebenfalls kurz vorbeischaut, um bei der Cyttorak-Episode auszuhelfen, reihen sich überdies Mole Man, Tyrannus und Banshee in die Riege der Rückkehrer ein.

 

 

Mit der fünften und finalen Story der vorliegenden Ausgabe endet auch die Strecke des soliden Werner Roth, wobei schon Dan Adkins für „X-Men“ 34 einsprang und ein vergleichsweise eleganteres, fast schon filigranes Artwork beisteuerte. Mit den hier versammelten Geschichten lässt sich aber auch die erzählerische Entwicklung der Serie, die unter Roy Thomas einsetzte, erkennen. Lieferten die frühen Kapitel von Stan Lee meist in sich abgeschlossene Kapitel nach „Schurke des Monats“-Manier, erstreckt sich die Handlung nun über mehrere Hefte, was allein schon durch die Tatsache verdeutlicht wird, dass seine Schützlinge Charles Xavier nicht schon wieder kurze Zeit nach seinem Kidnapping retten können. Apropos Stan Lee: Hier liefert die Einführungsseite eine interessante Anekdote, was markante thematische Ähnlichkeiten zwischen den X-Men und der wenige Monate zuvor vom Mitbewerber DC vorgestellten Doom Patrol angeht.
 

# # # Andreas Grabenschweiger # # #
 

Publisher: Hachette

Erhältlich im Zeitschriftenhandel und auf www.hachette.de/de-de/Marvel-Origins/shop.
 

************************************************************************

JETZT IM HANDEL:

SLAM #146
  Ab 18.06.2026 am Kioskdirekt im Webshop oder im Abo!

ROCK CLASSICS #45: DIE TOTEN HOSEN
Jetzt am Kiosk, direkt im Webshop oder in unserem Amazon-Shop!

SLAM @ Facebook - LIKEN und immer topinformiert sein!

************************************************************************

artikel closer s146 rc45

Diesen Artikel teilen
Teilen
„Tim(e) Is On My Side“!
„Dark Victory“ ist nicht nur ein weiterer Triumph des Duos Loeb/Sale, sondern leider auch einer des Fehlerteufels über das Lektorat.
Die Schule von Jack und Cliff will ein altes Anwesen erwerben, die vorherige Begehung entpuppt sich jedoch als schaurige Angelegenheit.
In diesem umfassenden Querschnitt begleitet man Norin Radd in ausgewählten Storys von seinen Anfängen bis hin zu aktuelleren Abenteuern.
Ein Band der Gegensätze: Wir erleben einen Riddler, der sich selbst zum größten Rätsel macht, und einen Riddler, der sich selbst an der Lösung eines Rätsels versucht.
Nicht einmal die Macht der Alliteration vermag Daredevils vereinte Gegner im ersten Annual zu retten.
Träume gelten als Fenster zur Seele. Doch welche Botschaft hält das Unterbewusstsein bereit, wenn es uns über Jahre immer mit ein und demselben Traum konfrontiert?
Der klügste Hulk aller Zeiten scheint alles unter Kontrolle zu haben – doch in der Gamma-Familie ist der nächste Wutausbruch nie weit entfernt.