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Masters of the Universe 5

Skeletor schmiedet erneut finstere Pläne, um seine Stärke weiter zu vergrößern. Im hohen Norden des Planeten, tief im Eis verborgen, liegt eine Quelle gewaltiger Macht.
Masters of the Universe 5
© Retrofabrik

Seit seinem unerwarteten Auftauchen ist der Schurke Skeletor zu einer ständigen Bedrohung von Eternis und seiner Bewohner geworden. Immer wieder setzt er Nadelstiche, um die Bevölkerung in Angst und Schrecken zu versetzen. Mit gleich mehreren Ablenkungsmanövern gelingt es dem schädelgesichtigen Verbrecher, einen empfindlichen Schlag gegen He-Man und dessen Mitstreiter auszuführen. Während einige seiner Söldner friedliche Bauern attackieren und Evil-Lyn einen Scheinangriff auf die Hauptstadt ausführt, nimmt Skeletor König Randor gefangen.


Als He-Man das Verschwinden des Monarchen bemerkt, setzt man sich, dank eines in der Kleidung des Königs verborgenen Senders, auf die Fersen des gefährlichen Kriminellen. Die Spur führt in den hohen Norden des Planeten, eine unwirkliche Berglandschaft voller Gefahren. Die schlimmsten Befürchtungen bestätigen sich: Skeletor hat seine Geisel ins Eistal des Todes entführt. Welchen finsteren Plan verfolgt der Superschurke? Wird es He-Man gelingen, König Randor noch rechtzeitig aus den Klauen des Wahnsinnigen zu befreien? Tief unter dem Eis kommt es zu einem entscheidenden Duell zwischen den Mächten des Guten und des Bösen.


Immer noch gibt es Skeptiker, die die Hörspiele der Retrofabrik argwöhnisch beäugen. Unentwegt wird der Vergleich mit der legendären Masters-Serie aus dem Hause Europa gezogen. Die Sorge, dass man den Helden der Kindheit nicht die richtige Bühne bietet, ist jedoch bereits seit der ersten Episode unbegründet und wird mit der fünften nochmals bestätigt. Wohlige Retro-Atmosphäre trifft auf neue, frische Ideen, angereichert mit einem innovativen Sounddesign und überzeugenden Sprechern bis in die kleinste Nebenrolle.


„Der Thron aus Eis“ präsentiert einen geradlinigen Plot, der höchst unterhaltsam daherkommt. Erneut entführt man den Hörer in die mystische Welt Eternias, nahezu wie von selbst entfaltet sich vor dem geistigen Auge eine kalte und abweisende Landschaft. Tief im Eis verborgen lauern viele Gefahren und gewaltige Schätze längst, vergangener Jahrhunderte, eine faszinierende Kulisse, die einen sofort in ihren Bann schlägt.


Gerade Fans von temporeicher Action werden an dieser Folge ihren Spaß haben, denn nur selten bekommt man Gelegenheit zum Durchatmen, immer wieder müssen sich die Helden neuen Gefahren stellen, um König Randor vor Schaden zu bewahren. Aufgelockert wird die Hochgeschwindigkeitsstory durch einige humorvolle Momente, für die sich einmal mehr der Hofmagier Orko, aber auch die etwas einfach gestrickten Charaktere in den Reihen der Bösewichte verantwortlich zeigen. Ob die Gags zünden, muss jeder für sich entscheiden, für ein Grinsen sind sie aber allemal gut.


Bei vielen der auftretenden Figuren wird der Background wohldosiert erweitert. Eine begrüßenswerte Entwicklung, so gelingt es, die Charaktere authentischer und mit mehr Tiefe zu zeichnen. Oberflächliche Mimen entwickeln sich zu vielschichtigen, literarischen Geschöpfen. Ein weiteres Plus sind die Verweise auf Ereignisse früherer Episoden und die in Nebensätzen verborgenen Anspielungen auf die Vergangenheit einiger der Akteure. Die Dialoge können überzeugen und versprühen ebenjenen Charme, die die Geschichten bereits vor einigen Jahrzehnten zu etwas Besonderem machte.


Die eingesetzten Soundeffekte sorgen dafür, dass die epochalen Schlachten zwischen Gut und Böse mit großer Opulenz den Ohren schmeicheln. Ebenso gelingt es, die ruhigeren Momente mit den notwendigen Geräuschen glaubwürdig zu untermalen. Neben den bereits häufiger eingesetzten epischen, orchestralen Klängen kommen nun erstmalig auch düstere Elektrosounds zum Einsatz, die eine bedrohliche und unheimliche Atmosphäre erschaffen, welche der Produktion gut zu Gesicht steht.


Über zwei Dutzend Stimmen erwecken bei „Der Thron aus Eis“ die fantastische Welt Eternias zum Leben. Jeder ist mit großem Eifer bei der Sache und liefert einen überzeugenden Job ab. Einmal mehr ist es Johannes Steck, der als Skeletor zu überzeugen weiß und sich immer mehr zur Idealbesetzung entwickelt. Daneben sind es viele weitere klangvolle Namen wie Lisa Cardinale, Detlef Tams, Uve Teschner und David M. Schulze, die man in den Reihen der Sprecher wiederfindet. Schwächen? Fehlanzeige! Zum fünften Mal zeigt die Retrofabrik, wie man den Zauber der Kindheit ins neue Jahrtausend katapultiert.
 

# # # Justus Baier # # #
 

Publisher: Retrofabrik
 

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artikel closer s144 rc44© SLAM Media

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