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Mord in Serie 6

Ein Kurzurlaub in einem Ferienhaus verwandelt sich in einen Alptraum. Schnell wird klar: Nicht alle werden die idyllische Luxus-Herberge lebend verlassen!

(C) Contendo/Delta Music / Mord in Serie 6 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenEin abgelegenes Hotel, hoch oben in den bayrischen Alpen. Einer der wenigen Orte, an den sich der bekannte TV-Entertainer Alexander Degenhardt ungestört zurückziehen kann, wenn er den Trubel Münchens hinter sich lassen möchte. An einem verschneiten Abend begibt er sich mit dem attraktiven Playmade Cecillia in das luxuriöse Refugium. Der TV-Star und die junge Frau sind allein in dem riesigen Anwesen und freuen sich auf ein ungestörtes Wochenende in den Bergen. Das Haus ist mit modernster Sicherheitstechnik ausgestattet, sodass mit ungebetenen Gästen nicht zu rechnen ist.


Doch die Aussicht auf ein paar unbeschwerte Tage wird bereits nach wenigen Stunden getrübt. Das Paar ist nicht mehr allein im Haus! Irgendwie scheint es einer Gruppe von Einbrechern gelungen zu sein, das komplizierte Überwachungssystem zu überlisten. Die Eindringlinge sind schwer bewaffnet und zu allem entschlossen. Schnell wird klar: Ihr Ziel ist der versteckte Safe Degenhardts. Um an dessen Inhalt zu gelangen, ist ihnen scheinbar jedes Mittel recht und so verkehrt sich ein romantisches Wochenende in einen Horrortrip. Der anhaltende Schneefall macht eine Flucht unmöglich. Es entwickelt sich ein tödliches Katz-und-Maus-Spiel mit ungewissem Ausgang.


Die inhaltlichen Versatzstücke der sechsten Folge von "Mord in Serie" dürften jedem in der einen oder anderen Form, insbesondere bei einem Kinobesuch, schon einmal untergekommen sein. Ein Originalitätspreis dürfte man mit "Kalter Tod" sicher nicht gewinnen, dafür sind einige Handlungselemente einfach zu bekannt, dies wird besonders deutlich, wenn man sich cineastischen Vorbildern wie "Saw" und "Hostel" nähert. Warum "Kalter  Tod" aber trotzdem eine mehr als lohnende Investition für das heimatliche Hörspielregal ist?


Ganz einfach: Markus Topf gelingt es, die inhaltliche Nähe der genannten Vorbilder mit einer guten "Survival of the fitest"-Story zu verknüpfen. Dazu bekommt man eine Handlung mit einigen Wendungen geboten, die einen gespannt das Geschehen verfolgen lassen. Ein   interessantes Setting und wie mittlerweile gewohnt ein unerwarteter Schluss tun ein Übriges, um "Kalter Tod" zu einem nervenaufreibenden Thriller anwachsen zu lassen. Man muss nicht immer zwangsläufig das Rad neu erfinden, um spannende Unterhaltung zu produzieren. Wenn die Zutaten ordentlich angerichtet werden, steht einem guten Hörspiel nichts im Wege. Das A und O dürften dabei sicherlich die zum Einsatz gebrachten Stimmen sein, die darüber entscheiden, ob eine Story funktioniert oder sich eben doch als Flop entpuppt.


Hier hat Contendo Media bisher immer sehr großes Fingerspitzengefühl bewiesen und "Kalter Tod" macht da keine Ausnahme. Obwohl ein Großteil der Handlung von nur fünf Stimmen getragen wird, so gelingt es diesen, die Story wie einen Kinofilm vor das Auge des Hörers zu zaubern. Udo Schenk ist wie immer eine Bank und schafft es, Alex Degenhardt bereits nach wenigen Minuten Gestalt annehmen zu lassen. Zur Seite stehen ihm dabei Linn MacKenzie, Reent Reins und Christian Stark, die ebenfalls eine gute Performance an den Tag legen.


Die Soundkulisse ist glaubwürdig und wummert wie gewohnt fett aus den Boxen, die Geräusche sind passend gewählt und erhöhen das Hörvergnügen bei dieser Hetzjagd durch das Hotel um ein Vielfaches. In der Sparte Thriller braucht "Mord in Serie" keine Konkurrenz zu fürchten. Gute Storys in Verbindung mit passend besetzten Sprecherrollen machen diese Reihe für Thriller- und Krimifreunde zu einer attraktiven Form der Geldanlage.



# # # Justus Baier # # #



Publisher: Contendo Media/Delta Music





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