Der ehrenwerte Richter Keith Mahoney wurde erstochen. Wer hatte ein Motiv, den resoluten Gesetzesvertreter zu ermorden? Plötzlich befinden sich Morgan und Bailey inmitten einer Mordermittlung, fernab vom Festland ohne Hoffnung auf Unterstützung durch die Polizei, dafür mit einem ganzen Hotel voller Verdächtiger. Die beiden göttlichen Spürnasen lassen sich davon jedoch nicht ins Boxhorn jagen und beginnen mit der Suche nach dem Täter.
"Morgan & Bailey" geht mit "Töte deinen Nächsten" bereits in die 13. Runde und hat sich als willkommene Alternative zu den Mittlerduos alter Prägung etabliert und das Erfolgskonzept, das beispielsweise ein Inspektor Barnaby auf dem Bildschirm etablierte, ins Hörspiel übernommen. Das vermeintliche gemütliche Landleben Neuenglands geht eine gekonnte Symbiose mit brutalen Morden und anderen Verbrechen ein und verquickt sich zu einem unterhaltsamen Ganzen.
Für den aktuellen Fall greift man auf ein Szenario zurück, das einer Agatha Christie zur Ehre gereicht hätte. Eine einsame, abgelegene Insel mit einem klar definierten Täterkreis und einem Füllhorn voller Motive ist sicher nicht die schlechteste Grundlage für einen spannenden Krimi, wie auch Dr. Ruben sehr treffend feststellt, als eines der Clubmitglieder das Zeitliche segnet. Wie bereits die vorangegangenen Episoden kann auch diese mit einer ganz besonderen Atmosphäre dienen. Ein abgelegenes und düsteres Hotel scheint einfach prädestiniert für einen Mord.
Viele verschiedene Charaktere sorgen für Abwechslung und laden den Hörer zum Miträtseln ein, wer den Richter ins Jenseits beförderte und warum. Im Laufe der Handlung kommen immer neue Aspekte hinzu, die die Handlung schnell und kurzweilig gestalten, bevor die beiden Geistlichen ernstmachen und den wahren Täter zur Strecke bringen. Tatsächlich gelingt es dem Autor auch in dieser eher klassisch angelegten Folge etwas Gesellschaftskritik zu platzieren, wenn das amerikanische Justizsystem Erwähnung findet, auch wenn dies in einer deutlich abgemilderten Form geschieht als in einigen zurückliegenden Folgen.
Die Soundkulisse hat im vorliegenden Fall einen nicht unerheblichen Anteil daran, dass sich "Töte deinen Nächsten" als stimmiger Krimi präsentiert und es schafft, den Hörer für eine gute Stunde aus dem Alltag zu entführen. Die Geräusche sind realistisch gewählt und vermitteln schnell das Flair einer abgelegenen Insel mit gehobener Unterkunft. Für die Verhältnisse der Serie kommt der aktuelle Fall mit einer überschaubaren Anzahl an Sprechern aus, die aber fast alle zur ersten Liga der Synchronstimmen zählen und auch hier einen fantastischen Job abliefern.
Dazu zählen so bekannte Sprecher wie Karin Lieneweg, Nana Spier und Peter Flechtner, zu denen sich die großartigen Stimmen von Joachim Tennstedt und Ulrike Möckel gesellen, welche auch in diesem Fall wieder als überzeugendes Detektivgespann an den Start gehen und einen erheblichen Anteil am Erfolg der Serie haben. Das besondere Ambiente dieser Episode im Zusammenspiel mit einem guten Krimiplot und gut aufgelegten Sprechern machen "Töte deinen Nächsten" zu einem heißen Aspiranten für die internen Top 3 von "Mord in Serie".
# # # Justus Baier # # #
Publisher: Contendo Media





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