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Movie-Review: Bloody Sunday (Epix)

Der Bloody Sunday, eine eskalierte Demonstration in Nordirland 1972, wurde von Paul Greengrass verfilmt – und das so realistisch als wäre er dabei gewesen.

Der 30. Januar 1972 ging als Blutsonntag in die Geschichtsbücher ein. Britische Fallschirmjäger erschossen 13 irische Demonstranten – ohne vorher von ihnen ernsthaft bedroht worden zu sein. Etliche Untersuchungen konnten nicht definitiv sagen, was genau passiert ist, ob die Demonstranten zuerst das Feuer eröffnet haben oder ob die Fallschirmjäger, die nicht für solche Zwecke ausgebildet waren, einfach die Nerven verloren haben. Bei den Opfern wurden keine Waffen gefunden.

Paul Greengrass hat daraus ein halb-dokumentarisches Drama gemacht, bei dem man sich fühlt als wäre man dabei gewesen. Es erzählt den Tag von Anfang an, als Ivan Cooper, einer der Organisatoren der Demonstration für Zivilrechte, sich auf den Weg macht, um dem Umzug beizuwohnen. Die anfangs friedliche Demonstration beginnt aber zu eskalieren – von der Anwesenheit und den Barrikaden der Briten provoziert, beginnen einige der Demonstranten mit Steinen zu werfen. Die Soldaten antworten mit Wasser, Gas und Gummigeschossen – und später auch mit scharfer Munition. Es folgen schlimme Szenen, in denen Zivilisten auf der Flucht in den Rücken geschossen werden, ein Mann wird erschossen, während er sich um einen anderen verwundeten kümmern will – obwohl er zum Zeichen seiner friedlichen Absichten ein weißes Taschentuch schwenkt. Cooper ist dabei hautnah am Geschehen und muss hilflos zusehen. Die Menschenmassen flüchten vor den britischen Soldaten, 27 Leute werden angeschossen, 13 sterben noch vor Ort.
 
Beim Betrachten des Streifens hat man zeitweise das Gefühl, er sei eher eine sehr realistische Dokumentation als ein gespielter Film, wofür auch die Kameraeinstellungen und die Verwendung einer flexiblen Handkamera sorgen. Man ist hautnah am Geschehen, und Paul Greengrass hat sich offensichtlich bemüht, die Geschehnisse des Bloody Sunday möglichst unvoreingenommen und originalgetreu wiederzugeben. Ein sehr gelungener und sehr spannender Film, der nicht nur für jeden Iren ein Muss ist, sondern auch durch seine geschichtliche Relevanz auf jeden Fall gesehen werden sollte!

###Georf Haßlinger###
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