Der Film beginnt mit der Andeutung eines düsteren Geheimnisses: ein abgelegenes Krankenhaus, illegale Experimente an Kindern in der Zeit des kalten Krieges und ein kleines Mädchen, dessen gequälter Geist auf Rache sinnt. Jahrzehnte später führt der Todesfall eines Freundes aus Kindheitstagen die „Crazy Eights“ (es sind inzwischen nur mehr „Crazy Six“) wieder zusammen. Sie folgen dem posthumen Hinweis ihres verstorbenen Freundes zu einem abgelegenen, verfallenen Haus, wo sie in einer Kiste die Leiche eines kleinen Mädchens finden. Da die Freunde dem Ort offenbar nicht mehr entfliehen können, beschließen sie, sich ein auf dem Weg liegendes, leerstehendes Krankenhaus anzuschauen - eine für einen Gruselfilm durchaus nachvollziehbare Entscheidung und gute Idee. Türen und Fenster gehen zu, sie sind gefangen und müssen sich buchstäblich ihren Dämonen stellen.
Während die Gefangenen versuchen, einen Ausgang zu finden, macht sich beim Zuschauer bereits Langeweile bemerkbar. Die Figuren fangen an herumzustreiten, was den Ernst der Lage zum Ausdruck bringen soll und erkunden etliche Räume mit der Taschenlampe, was keine Spur von Beklemmung oder Bedrohlichkeit aufkommen lässt. Da die Location zwar nicht schlecht wäre, aber im Film überhaupt nicht zu Geltung gebracht wird, hält sich das Gruselgefühl in sehr engen Grenzen. Dasselbe Problem taucht bereits in den Anfangssequenzen auf, die eigentlich das Interesse am Folgenden wecken sollen. Es ist zwar eine klare Idee davon ersichtlich, was unheimlich wirken soll, die Umsetzung ist jedoch nicht gut gelungen. Ein Beispiel dafür ist das Haus des Verstorbenen am Anfang der Handlung, in dem die „Crazy Eights“ auf Hinweissuche gehen. Das Interieur aus ein paar eingelegten Embryonen, silbernen Kerzenständern, düsteren Gemälden in schwarz-weiß gehalten und einem kleinen Kästchen mit (huch!) einem Pentagramm auf dem Deckel, entlockt den Besuchern ein gehauchtes „wow“. Die Idee ist also, der Typ war richtig schräg drauf. Im Prinzip ist die Umsetzung jedoch so einfallslos, dass das Studentenheimzimmer jedes x-beliebigen Blackmetal-Fans furchteinflößender sein kann, als die im Film gezeigte Bude.
Auch blutige Effekte gibt es so gut wie keine. Die Todesszenen werden eher nur angedeutet. Wird einem der Freunde der Kopf abgetrennt, wenn er sich aus einem Fenster lehnt, ist der Kamera eine Wand oder ein anderes Hindernis im Weg, das die freie Sicht auf das Geschehen stört. Man sieht nur die zappelnden Füße und muss sich den grausigen Hergang komplett Kraft der eigenen Phantasie vorstellen. Dagegen wäre prinzipiell nichts einzuwenden, würde der Film wenigstens eine subtile Art des Grauens bieten, wenn schon kein Blut zu sehen ist.
Fazit: Unter den Mitwirkenden finden sich einige bekannte Gesichter wie Dina Meyer („Starship Troopers“, „Saw“) und Gabrielle Anwar („Der Duft der Frauen“, „Bodysnatchers“), die durch ihre schauspielerische Leistung zumindest die Glaubwürdigkeit der Figuren vermitteln können. Trotz allem ist „Crazy Eights“ aber keine Perle der Kategorie Gruselhaus/Kindergeist Horror.






Movie-Review: Sin City – Art Edition (Buena Vista)
Movie-Review: At Last The 1948 Show (Epix)
Special: SLAM Top 5 Movies 2009
Movie-Review: Spaceballs (MGM Home Entertainment)
Serien-Review: X-Men Season 1 & 2 (Rough Trade)
Movie-Review: The Untouchables: Special Collector‘s Edition (Paramount)
Movie-Review: s.Darko – Eine Donnie Darko Saga (Sunfilm)
Serien-Review: South Park Season 11 (Paramount)
Movie-Review: Franklyn (Ascot Elite)
Movie-Review: Molly Hartley – Der Pakt mit dem Bösen (Ascot Elite)
Movie-Review: Hansel und Gretel (Ascot Elite)
Serien-Review: South Park Season 3 (Paramount)
Serien-Review: Black Lagoon Sammelbox Season 1 (Anime Virtua)
Serien-Review: Spider-Woman – Die komplette Serie (Rough Trade)
Serien-Review: Tripping the Rift Season 1 (Euro Video)
Movie Review: Watchmen - Tales of the Black Freighter (Warner Home Video)
Movie-Review: Ikki Tousen – Dragon Destiny (Anime Virtual)
Movie-Review: 50 Dead Men Walking (Ascot Elite)
Movie-Review: Vampires in the Twilight (KNM Media)
Movie-Review: Brügge sehen…und sterben? (Universum Film)
Movie-Review: Bittersüße Schokolade (Ascot Elite)
Movie-Review: Splinter (Ascot Elite)
Movie-Review: Anonyma – Eine Frau in Berlin (Constantin)
Movie-Review: Kinder des Zorns (New World Pictures)
Movie-Review: Fear and Loathing in Las Vegas Director's Cut (Summit Entertainment)
Movie-Review: Transsiberian (Universum)
Movie-Review: Terminator 2 Skynet Edition (Kinowelt)
Movie-Review: Twilight (Concorde)
Movie-Review: Terminator 2 - Tag der Abrechnung Director's Cut (Kinowelt)
Movie-Review: Street Fighter – The Legend of Chun-Li (Universal)
Movie-Review: South Park – Imaginationland (Paramount)
Movie-Review: Donkey Punch - Blutige See (Universum Film)
Movie-Review: Sukiyaki Western: Django (Universum Film)
Movie-Review: Divine Weapon (Splendid film/Amazia)
Movie-Review: Star Trek – Original Motion Picture Collection 1-6 (Paramount Home Entertainment)
Serien-Review: Star Trek - Raumschiff Enterprise: Season 1.1 – 3.2 Remastered (Paramount)
Movie-Review: Die mystische Welt der Illuminati und Freimaurer (Cine Plus)
Movie-Review: Alphabet Killer (Sunfilm)
Movie-Review: Lakeview Terrace (Sony Pictures)
Movie-Review: Screamers: The Hunting (Sony Pictures)
Special: Die Coen-Brüder
Movie-Review: Son of Sam (Sunfilm)
Movie-Review: Crowley - Back from Hell (Sunfilm)
Movie-Review: George A. Romero's Diary of the Dead (Universum Film)
Movie-Review: Scriptum (Muse Entertainment/EuroVideo)
Movie-Review: Like A Dragon (AV Visionen/Eye See Movies)
Movie-Review: Der Rebell des Königs (Savoy Film/Sunfilm)
Movie-Review: Iceman - Killer im Ring (e-m-s)
Serien-Review: South Park Season 10 (Paramount)
Movie-Review: Der goldene Nazivampir von Absam 2 (Sunfilm)
Movie-Review: Someone Behind You (Sunfilm)
Movie-Review: Horror Collection 2
Movie-Review: Heinz Erhardt Collection (Kinowelt)
Serien-Review: Blood Ties Season 1 (EuroVideo)
Movie-Review: Astropia (AV Visionen)
Serien-Review: Breaking Bad (Sony Pictures)
Movie-Review: The Strangers (Kinowelt)
Movie-Review: Der Baader Meinhof Komplex (Paramount)
Movie-Review: Horror Collection 3
Movie-Review: Der Pate – The Coppola Restoration (Paramount)
Movie-Review: Clerks - Die Ladenhüter (Buena Vista Home Entertainment)
Movie-Review: Grizzly Rage - Die Rache der Bärenmutter (Euro Video)
Serien-Review: Scrubs - Die 7. Staffel (NBC)
Movie-Review: Hellboy - Die goldene Armee (Universal)
Movie-Review: Der unglaubliche Hulk (Concorde Video)
Movie-Review: Iron Man (Concorde)
Movie-Review: Visiting Uwe - The Uwe Boll Homestory
Serien-Review: Die Unbestechlichen Season 1.2 (Paramount)
Movie-Review: Resident Evil: Degeneration (Sony Pictures)
Movie-Review: Jack Brooks - Monster Slayer (Euro Video)
Movie-Review: 24 Season 6 (20th Century Fox)
Serien-Review: Ein Engel auf Erden Season 1
Movie-Review: Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels (Paramount)
Movie-Review: The Libertine (Koch Media)
Movie-Review: Die Mumie 3: Das Grabmal des Drachenkaisers (Universal Pictures)
Movie-Review: Der Typ – Kurz und schmerzvoll (Euro Video)
Movie-Review: Tödliche Entscheidung – Before The Devil Knows You're Dead (Polyfilm)
Movie-Review: The Fighters
Movie-Review: Terry Pratchet's The Color of Magic (Euro Video)
Special: Wes Craven
Movie-Review: Die Insel der 30 Tode (EMS)
Movie-Review: Tooth and Nail – Die letzten Tage der Menschheit (DVD)
Movie-Review: Senseless - Der Sinne beraubt (Ascot Elite)
Movie-Review: Doomsday – Tag der Rache (Concorde)
Movie-Review: Doctor Sleep - Blutmord: Das letzte Kind (Euro Video)
Movie-Review: Akte X – Jenseits der Wahrheit Directo's Cut (20th Century Fox)
Movie-Review: Frontier(s) (Sunfilm)
Movie-Review: Die Arschloch Edition (Euro Video)