Blu-Ray
30 Jahre Später taucht das Virus in London auf. Die taffe Eden Sinclar wird mit einem Elite-Team in die Sperrzone geschickt und stellt schnell fest, dass es überlebende gibt. Der Truppe wird ein blutiger Empfang bereitet.Recht schnell kommt der Film in Fahrt, und Regisseur Neil Marshall der bisher durch recht gute low Budget Produktionen wie „The Descent“ oder „Dog Soldiers“ aufgefallen ist hat für diesen Film erstmals viel Geld zur verfügung gehabt. Relativ bekannte Schauspieler wie Malcolm McDowell, Bob Hoskins und Rhona Mitra (Eden Sinclair) werden hier eingesetzt.
Marshall der Bisher eher dem Horror Genre zugeordnet wurde, liefert mit Doomsday eine teilweise recht interessante Genremixtur ab. Eigentlich sind dies 3 oder 4 Filme in einem, zwar mit zusammenhängender Handlung...aber stilistisch sehr unterschiedlich.
Ob es sich hier um eine Hommage oder einen abklatsch von Klassikern wie „Mad Max“ „Die Klapperschlange“ und dem Genre „Mittelalterfilm“ (Armee der Finsternis) handelt möchte ich hier nicht festlegen. Nur soviel, es ist zwar etwas verwirrend was hier zu einem Film gemacht wurde, aber die Genremixtur ist grundsätzlich nicht schlecht gelungen.
Das der Regiesseur aus dem Horror Fach kommt merkt man laufend durch recht unterhaltsame Splattereffekte. An dieser Stelle muss aber erwähnt werden, die hier rezensierte Blu-ray Fassung von Concorde wurde leider geschnitten. Fast 10 Minuten fehlen im vergleich zur Uncut Fassung, wobei aber hauptsächlich Handlungsszenen und nur ein paar brutale Szenen entfernt wurden. Interessant ist auch das diese Fassung trotzdem keine Jugendfreigabe erhalten hat.
Bild und Ton können voll überzeugen, wie es sich für eine Blu-ray gehört. Fast 50 Minuten Bonusmaterial sind enthalten. Ton ist Englisch und Deutsch enthalten, wobei aber nur Deutsche Untertitel dabei sind, was ziemlich seltsam ist.Doomsday ist ein recht unterhaltsamer Film der sämtliche Genregrenzen sprengt, aber definitiv kein Meisterwerk ist. Irgendwie macht sich die Vermutung breit, ob sich das große Budget nicht unbedingt nur positiv auf Neil Marshall`s Arbeit auswirkt.
Wirklich empfehlen kann ich den Film nur Leuten mit einem leichten Hang zu trashigen Filmen. Wer sich hier ein rundes Actionfeuerwerk erwartet, wird eher enttäuscht.
###Andreas Hablasch###
DVD
In diesem brisanten Endzeit-Splatter-Action Streifen setzt die toughe Spezialagentin Eden zum ersten Mal nach fast dreißigjähriger Quarantäne wieder einen Fuß in das abgeriegelte Schottland und gerät in ein postapokalyptisches Schlachtfeld!
Seit dem Ausbruch eines aggressiven Killer-Virus vor dreißig Jahren ist Schottland durch meterhohe Betonmauern mit Selbstschussanlagen von der Aussenwelt abgeriegelt - der damals letzten Möglichkeit das Killer-Virus "Reaper" zu besiegen. Doch nun ist der Reaper-Virus wieder aufgetaucht - und das Gegenmittel! Die letzte Chance für den Erhalt der Zivilisation befindet sich in einem Niemandsland. Ein Spezialteam unter der Führung von Majo Eden Sinclair wird entsandt und gerät schnell in eine erbitterte Schlacht gegen eine kannibalistische Anarcho-Bande unter der Führung eines durchgeknallten Punks. Nur mit Mühe kann Eden mit ihrem Team entkommen und landet im Herrschaftsbereich des Wissenschaftlers Kane, der sie zum Gladiatorenkampf antreten lässt. Der Kampf ums Überleben hat begonnen!Doomsday ist ein genialer Cocktail aus Splatter Filmen der alten Schule und Endzeit Titeln a la Mad Max oder Snake und das großartige Setting im endzeitlichen Schottland kann sich locker mit diesen Titeln messen. Zwei geniale Genres werden mitenander verknüpft. Dabei nimmt sich der Film selber nicht allzu ernst und erinnert mich so teilweise an die Erstlingswerke von Peter Jackson wie "Braindead" oder "Bad Taste", wenn dieser Aspekt auch nicht allzu sehr in den Vordergrund tritt, zumal Rhona Mitra die Hauptrolle sehr glaubwürdig spielt und dem Film so eine Art von Realismus verleiht, die eher selten erreicht wird in diesem Genre.
Doomsday ist ultra-kompromissloses, leider schmerzhaft masseninkompatibles Genrekino. Der Regisseur entfesselt ein Hochgeschwindigkeitsgewaltfest, das in punkto Tempo und Spaß viele gleichartige Filme überholt. Keine störenden Anflüge von Anspruch oder Subtext: nur Action, Tempo und von der Leine gelassener Wahnwitz!Prädikat: Empfehlenswert - Allerdings nur eher für Genrefans
###Roman Stingeder###





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