SLAM Logo
© SLAM Media
SLAM #111 mit Interviews und Storys zu BLUES PILLS +++ NAPALM DEATH +++ AMARANTHE +++ FRANK TURNER & NOFX +++ WILL BUTLER +++ THE OCEAN +++ BOB MOULD +++ THE BEAUTY OF GEMINA +++ u.v.m. +++ plus CD mit 8 Tracks! Jetzt am Kiosk!

Movie-Review: Falco - Verdammt wir leben noch (Euro Video)

Mehr als ein Jahrzehnt nach dem Tod von Österreichs einzigem international erfolgreichen Popstar entstand ein ambitionierter Film über Falco. Aber ist er dem „Falken“ gerecht geworden?

Falco - Verdammt wir leben noch (c) Euro Video / Zum Vergrößern auf das Bild klickenZweifellos war der Mann, von dem hier die Rede ist, nicht nur „weltberühmt in Österreich“ (so der Titel einer jüngeren Austropop-Dokumentation), sondern ein Phänomen in vielerlei Hinsicht. Es grenzt an ein Wunder, dass in den frühen 1980er Jahren ein musikalisches Talent über die Grenzen einer teils bis heute provinziellen Musiklandschaft hinauswachsen, weltweite Popularität erreichen und immerhin zu seinen Lebzeiten 60 Millionen Tonträger absetzen konnte.

Was abseits aller greifbaren Daten und Fakten aber (neben seinem zynischerweise aus kommerzieller Sicht sicherlich sehr vorteilhaften klassischen Drogentod) nicht unwesentlich zu seinem Erfolg beigetragen hat, war das permanente Oszillieren zwischen der Kunstfigur Falco und seinem Schöpfer, dem Menschen Johann Hölzel. Die Frage ist nun, ob und wie neben der zu erwartenden routinemäßigen filmischen Darstellung biographischer Wegmarken diese essentielle Thematik in Thomas Roths Biopic behandelt wird.

Eines vorweg: wie der Regisseur explizit betont, handelt es sich bei „Falco – Verdammt, wir leben noch!“ nicht um eine klassische Filmbiographie. Es werden natürlich etliche Bonmots Falcos rezitiert, was Hans Hölzel angeht, so soll(t)en die intimen Szenen als fiktive Annäherung an die Wirklichkeit verstanden werden. Die Beziehungsprobleme mit seiner Kurzzeit-Ehefrau Jaqueline, der beständige Reigen von Streit und Versöhnung, Drogenexzesse und Phasen künstlerischen Vakuums nehmen daher auch einen entsprechend großen Part im Film ein. Letztendlich kann aber auch Roth nicht zufrieden stellend darlegen, wie viel Falco in Johann Hölzel steckt und/oder umgekehrt. Das kann niemand mehr sagen. Der wichtigste Ansprechpartner in dieser Hinsicht ist uns leider abhanden gekommen und als Mythos entrückt.

Ansonsten kann man Roth eine gute Arbeit ohne gröbere Schnitzer attestieren, Manuel Rubey überzeugt mit seiner Darstellung des „Falken“. Den Unkenrufen vor dem Filmdreh zum Trotz kommt er dem exzentrischen Star sehr nahe, neben der visuellen Ähnlichkeit besonders durch die stimmliche Imitation. Die Ähnlichkeit ist, wie eine Setkollegin im beigefügten Making of berichtet, teilweise geradezu unheimlich.
 
Die filmische Umsetzung der Höhen und Tiefen des Lebens von Hans Hölzel und seinem Alter Ego Falco, als Popstar-Version von „Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ gezeichnet, überzeugt auf weiter Strecke und ist kurzweilig geraten. Wer einen Musikfilm klassischen Zuschnitts erwartet, dürfte allerdings enttäuscht werden.



###Andreas Grabenschweiger###
Das gefällt mir! Weiter-tweeten
Als „Star Wars“ (noch unter dem Namen „Krieg der Sterne“ bekannt) im Februar 1978 hierzulande zum allerersten Mal in den Kinos gezeigt wurde, konnte noch niemand erahnen, dass dies den Beginn für ein nun schon 30 Jahre andauerndes „Star Wars“-Fieber markieren würde.
In L.A. versucht eine bösartige und okkulte Sekte mittels alter Artefakte einen vorzeitlichen Dämon wieder zu erwecken. Ganz L.A. droht in Chaos, Angst und Dunkelheit zu versinken doch es scheint eine letzte Hoffnung auf Rettung zu geben...
Dieser Animationsfilm ist das Prequel zum Top Game „Dead Space“ welches direkt in die Anfangssequenz des grandiosen Games Dead Space mündet.
Alte Lebensweise trifft auf mongolische Moderne. Kann das gut gehen?
Wieder einmal hat es ein Bestsellerroman auf die Leinwand geschafft. Die Rede ist vom Drachenläufer - einer Geschichte über Freundschaft, Verrat, Krieg und Loyalität, aber auch über Afghanistan und seiner Hauptstadt Kabul - erzählt in unvergesslich schönen Bildern.
Ein Gangsterpärchen, ein Landhausbesitzer mit Angstzuständen und 40.000 Dollar - vielleicht die Zutaten zu einem packenden Psychothriller.
Rock Classics
Facebook Twitter