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Movie-Review: The Wig (DVD)

Horror zum Haare raufen. Wie uns dieser südkoreanische Film vor Augen führt, sind Perücken nicht nur für Faschingskostüme gut…

The Wig (c) I-on MediaSpätestens seit „Ringu“, dessen US-Remake dem einen oder anderen als „The Ring“ ein Begriff sein dürfte, sind Filme aus Südostasien bei Freunden des gepflegten Gruselns in aller Munde. Und nicht erst seit der entsprechenden „Treehouse of Horror“-Folge der Simpsons wissen wir, dass künstlichen Haarteilen durchaus mörderische Eigenschaften anhaften können. Aber reichen diese beiden Zutaten auch schon für einen guten Horrorfilm?

The Wig (c) I-on MediaDie junge Su leidet an Leukämie und hat nur noch kurze Zeit zu leben, wie ihre Schwester Chi durch den behandelnden Arzt erfährt. Um die Todkranke, die durch die Chemotherapie ihre Haare verloren hat, aufzumuntern, schenkt sie ihr eine Echthaarperücke. Diese wirkt sich nicht nur auf die psychische, sondern auch auf die physische Kondition der jungen Frau aus. Su verwandelt sich von der gebrochenen Kranken zu einer lebenslustigen, aktiven Frau, die sich schließlich auch noch an Chis Mann heranmacht. Ihr Körper erholt sich und scheint sich auf wundersame Weise zum Kampf gegen den Krebs aufzuraffen. Die Freude wird jedoch bereits nach kurzer Zeit durch seltsame und beängstigende Geschehnisse getrübt: Illusion und Wirklichkeit scheinen sich in bizarren Halluzinationen zu vermengen. Nicht nur Chi, die durch einen Verkehrsunfall ihre Fähigkeit zu sprechen eingebüsst hat, beginnt an ihrem Verstand zu zweifeln: Das Bedrückende bleibt für sie im wahrsten Sinne des Wortes unaussprechbar. Wie sich herausstellt, stammen die Haare, die für die Perücke verwendet wurden, von einer ermordeten Frau. Chi begibt sich auf die Suche nach der Herkunft des unheimlichen Haarteils…

The Wig (c) I-on Media…und muss sich durch eine für den Zuseher teilweise verwirrende Handlung kämpfen. Die Puzzleteile ihrer Recherche fügen sich erst zum Schluss hin zusammen, der unvermeidliche Showdown ist allerdings im wahrsten Sinne des Wortes zum Haare raufen unfreiwillig komisch ausgefallen. Das einfallslose inszenierte Finale soll allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Film über weite Strecken solide gemacht ist und einige schöne und gruselige Bilder bietet.

Zu Großem reicht es bei weitem nicht, ansonsten bietet The Wig abseits verwirrender Passagen einige tolle Einstellungen. Zugute zu halten ist Regisseur Shin-yeon Won, dass bis auf den Schluss des Films weitgehend auf billige Effekthascherei verzichtet wurde. Die DVD bietet als Bonusmaterial neben dem Trailer ein Making of sowie die beiden Extras „Hair Shaving“ und „Photo Shooting“.


###Andreas Grabenschweiger###

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