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MUNICIPAL WASTE - The Art Of Partying

Earache

MUNICIPAL WASTE the art of partying (c) Earache / Zum Vergrößern auf das Bild klickenThrash! Bermuda! Bandana! Budweiser! Hardcore! Mosh! Bier! Schlagwörter, die sofort Assoziationen an jene Musikrichtung aufkommen lassen, die in den 80er Jahren als Crossover vermarktet wurde. Dabei hatte eben jenes gerade aufkommende Genre rein gar nichts damit zu tun, was Jahre später als Mischung aus Rock und Rap unter gleicher Bezeichnung entstand. Vielmehr war Crossover seinerzeit ein Synonym für eine höchst energetische Mixtur aus Thrash-Metal, Punk und rasend schnellem Hardcore. MUNICIPAL WASTE können ein Liedchen davon singen, immerhin sind sie die neuen Shooting Stars, die eben jenen – jahrelang vergessenen und beinahe in der Versenkung verschwundenen – Crossover-Stil wieder salonfähig machen. Und eines vorweg: Die Herren aus Richmond, USA, lassen nichts, aber auch gar nichts anbrennen. Ganz in der Tradition ihrer alten Helden wird darauf los geknüppelt, dass im wahrsten Sinne des Wortes kein Auge (beziehungsweise keine Kehle) trocken bleibt. MUNICIPAL WASTE sind Meister darin, mit Klischees nur so um sich zu werfen und vor allem ihre Vorbilder zu zelebrieren (und teilweise auch zu kopieren). „The Art Of Partying” ist ein Feuerwerk aus high speed Hardcore-Thrash, das unweigerlich an Legenden wie THE ACCÜSED, S.O.D., NUCLEAR ASSAULT, D.R.I. oder die frühen SUICIDAL TENDENCIES erinnert, aber zu keiner Sekunde den schalen Beigeschmack des Plagiats mit sich trägt. Bereits der Opener „Pre-Game“ macht unweigerlich Lust darauf, die längst im Kasten verstaubte Bermuda-Short wieder hervorzukramen, das Bandana tief die Stirn hinuntergezogen zu positionieren, das Skateboard aus der Garage zu holen und die eigene Jugend noch einmal aufleben zu lassen. Bei „Headbanger Face Rip“ oder „Mental Shock“ spielen sich MUNICIPAL WASTE dermaßen in einen – von umso effektiveren midtempo Metal-Riffs unterbrochenen – Geschwindigkeitsrausch, dass dem Crossover-Fan schlichtweg die Luft wegbleibt. Wie beim Vorgänger „Hazardous Mutation“ zeigt sich erneut Ed Repka (bekannt für seine Zeichnungen für Bands wie DEATH, MEGADETH, VENOM oder NUCLEAR ASSAULT) für das Cover verantwortlich. Ein weiteres Ass im Ärmel des Vierers ist die nicht immer tierisch ernst gemeinte Herangehensweise. Der Plattentitel ist Programm, und Songs wie der Titeltrack, „Beer Pressure“ oder „Born To Party“ sprechen eine eindeutige Sprache, was MUNICIPAL WASTE mit ihrer Musik vermitteln wollen. Ganz in der Tradition der Bostoner-Größe GANG GREEN zelebrieren sie den Party-Fun wie momentan keine andere Band und haben live gar eine Tradition wieder aufleben lassen, die beinahe in Vergessenheit geraten ist: MUNICIPAL WASTE lieben Bier, und sie lieben die Beer Bong! Und das über alles! „The Art Of Partying” ist ein Thrash-Hardcore-Gewitter in 15 Akten. Und ist man nach ganzen 32 Minuten und 9 Sekunden am Ende angekommen, geht es direkt von vorne wieder los. Immerhin ist noch ein ganzes Six-Pack Budweiser im Kühlschrank – und ein ‚King of beers’ sollte man lieber nicht einsam stehen lassen. In diesem Sinne: Cheers – Thrash ’til death!
www.facethewaste.com
Dorian Frühbacher

Tracklist:
Pre-Game
The Art Of Partying
Headbanger Face Rip
Mental Shock
A.D.D. (Attention Deficit Destroyer)
The Inebriator
Lunch Hall Food Brawl
Beer Pressure
Chemically Altered
Sadistic Magician
Open Your Mind
Radioactive Force
Septic Detonation
Rigorous Vengeance
Born To Party
 
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