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SLAM #112 mit Interviews und Storys zu MASSENDEFEKT +++ EISBRECHER +++ HATEBREED +++ SEVENDUST +++ ACE FREHLEY +++ IDLES +++ TOUCHÉ AMORÉ +++ FATES WARNING +++ u.v.m. +++ plus CD mit 15 Tracks! Jetzt am Kiosk!

NIM VIND

16.09.05, UCOD-FESTIVAL (MüNSTER)
nimvind01 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenFleißigen SLAM-Zine-Lesern dürfte der Name der kanadischen Band ein Begriff sein: In einer unserer letzten Ausgaben war ein Interview mit den kanadischen „Vamp Rockern“ (für weitere Infos siehe www.nimvind.net) abgedruckt, in dem es hauptsächlich um das Erstlingswerk der Formation „Fashion Of Fear ging.Nun, diesen Sommer befand sich das Trio auf Europa-Tournee und machte u.a auch auf dem hierzulande eher unbekannten Festival „Undercover of Darkness“ Stopp, das jedes Jahr Ende August, Anfang September in Münster, NRW, Germany stattfindet. Das „Ucod“-Festival, wie das Ereignis von Veranstaltern und Besuchern liebevoll genannt wird, ist immer eine Reise wert. Ein kleines, feines Festival, das vor 5, 6 (?) Jahren von zwei Schwarzpunkern ins Leben gerufen wurde, hat sich zu einer Konstante im Jahresplan Vieler entwickelt, wie auch die alle paar Monate stattfindenden Partys und die rege Internet-Community rund um diese Events (www.ucod.de). Das Festival selbst bietet immer wieder Highlights, was die Auswahl an Bands angeht: Musik , von der Szene für die Szene, eine Mischung aus Old School Gothic, Horrorbilly, Minimal und Deathrock, die man überall sonst schwer live zu hören bekommt. Unter Anderem gaben sich dort schon Szeneinterne Größen wie die amerikanische Band PENIS FLYTRAP oder Andi von den SEX GANG CHILDREN die Ehre, wie auch die von mir heissgeliebten ZOMBINA AND THE SKELETONS.Dieses Jahr stand am zweiten Tag, dem 16.09, als Headliner NIM VIND auf dem Programm. Das kleine Festival war auch dieses Mal mit 500 (ich kann nur schätzen!) Leuten gut besucht, um Mitternacht drängten sich jede Menge Schwarzpunx, Gothics, Horrorbillies und wie sie alle heißen mögen, vor der Bühne. Als NIM VINDs Auftritt begann fühlte ich mich an den Film „Sid and Nancy“ von Alex Cox erinnert. So ähnlich muss wohl auch die Szene ausgesehen haben, als Punkrock noch keine Größe war und die SEX PISTOLS noch in kleinen britannischen Clubs auftraten. Rund um mich lauter Iros, Kiddies die sich im wüsten Pogen übten, grell geschminkte Gesichter, zerfetzte T-Shirts und der Geruch von Unmengen an Haarspray, der sich mit dem Gestank von Bier, Schweiß und der Nebelmaschine vermischte. Und auf der Bühne eine Band, deren Frontman mich nicht umsonst an eben diesen Film denken ließ. Aber im Laufe des Konzerts sollte ich meine Meinung ändern: So sehr NIM VIND, Sänger der gleichnamigen Band und vormals von MR.UNDERHILL, Sid auch ähnlich sah, je länger der Auftritt dauerte, desto mehr verglich ich ihn, seine Art zu singen und seine Stimme mit der von ELVIS: Um so mehr als die Band eine gelungen Coverversion des King zum Besten gab. Wie auch eine Interpretation eines JOHNNY CASH-Klassikers, dazwischen jede Menge Eigenkompositionen – großteils Stücke der ersten Platte, aber auch Songs, die mir bis dato noch unbekannt waren. NIM VIND machen eigenwillige Musik, quer durch alle Schubladen, ein Song erinnert vielleicht an einen 80ies Klassiker im Stile BILLY IDOLs, der Nächste lässt einen an die 60ies denken, allesamt aber ein bisschen dunkler, düstrer, vorgetragen von einer samtig - dunklen Stimme: eine Mischung, die mich unweigerlich an versteckte Rasierklingen denken lässt. Gepost wurde auf dem Konzert natürlich wie Sau, vor allem vor der Bühne. Der Sänger hingegen wirkte die meiste Zeit darauf konzentriert das Beste aus seiner Stimme, aus der Gitarre und dem akustischen Gegebenheiten des Münsteraner Triptychon herauszuholen. Das ist ihm und seiner Band auch gelungen, insgesamt lieferten NIM VIND mit ihrem Auftritt ein wirklich sehenswertes Debüt! Insofern bleibt mir nur sowohl den Veranstaltern der Undercover, wie auch der Band großes Lob auszusprechen. Habt Dank für den netten Abend und weiterhin viel Erfolg!

Sanna
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