Ungewohnt sonnig beginnt OKKERVIL RIVERS viertes Werk „The Stage Names” mit dem Song „Our Life Is Not A Movie Or Maybe”. Fast schon euphorisch beschwingt überrascht es besonders alteingesessene Fans mit optimistischen Tönen, und man ist beinahe gewillt sich zu freuen, doch beim näheren Betrachten der Texte erkennt man, dass Sänger Will Sheef noch immer mit seinem Alter-Ego, dem Black Sheep Boy, kämpft und das Wort Glück bei ihm wahrscheinlich nur Achselzucken hervorruft. Was sich zu Beginn nur in den Texten niederschlägt, manifestiert sich im Laufe des Albums in schwermütigen Walzern, die in einzigartiger Prosa von den Schattenseiten des Bühnenlebens und gescheiterten Existenzen, die die Band auf ihren Touren erleben durften, erzählen. OKKERVIL RIVER schreiben keine Songs, sondern schaffen es kleine Geschichten zu formulieren, und das in so herzzerreißender Ehrlichkeit, dass man als Hörer teilweise heftig schlucken muss. Bittersüße Melancholie gepaart mit einem großartigen musikalischen Spektrum zwischen Folk und Indie machen „The Stage Names” zum Highlight im schwermütigen Schaffen von OKKERVIL RIVER.www.okkervilriver.com
Corrina Bauer (8)





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