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PAPA ROACH

10.10.2006, ARENA (WIEN)
papa_roach_3 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenSchon bei der Vorgruppe BANGKOK FIVE war an diesem Abend die Stimmung im vorderen Drittel der Location mehr als erfreulich. Das lag vielleicht auch an der supersexy Performance des Leadsängers, der zwar keine 50 Kilo zu wiegen scheint, das wenige Gewicht welches er aber hat, gezielt einzusetzen vermochte, sodass die Groupies in der ersten Reihe vollends zufrieden gestellt wurden. Außerdem scheint es gerade extrem „in“ zu sein, wenn die Gitarristen von Bands sich eine Mähne wie der altbekannte, ehrwürdige Slash zulegen. Nicht nur die Finnen NEGATIVE, sondern eben auch BANGKOK FIVE setzen auf dieses Erfolgsrezept, so es eines sein sollte. Zudem vergaß der Sänger nicht, den Bandnamen genauestens zu erklären: „Bang, like straight in the face, and cock, like a big fat dick.“ Danke. Mutmaßlich sind die fünf „Schwänze“ noch nicht lange genug auf Tour. Die (zu) geile Bühnenakrobatik lässt darauf schließen, sowie auch die Ansagen: „Make sure we meet us in our van backstage!“ Nun ja.Nach einer kurzen Pause, war die Halle wieder angenehm gefüllt, und PAPA ROACH hatten nicht allzu viel zu tun, um das Publikum überkochen zu lassen. Außer ein paar Sitzpinklern im hinteren Bereich der Arena. Für die hatte Sänger Jacoby Shaddix auch den passenden Spruch parat: „This is no church! Get off your bloody asses!“ Doch es sollte bis zum letzten Song vor der Zugabe – „Last Return“ - nichts werden mit dem Shaken auf den Tribünenplätzen. Auch nicht zimperlich ging Shaddix mit den Boxen um, an die er sich schon mal ranschmiss, dass man glauben mochte, jetzt fällt das ganze Bühnenequipment in sich zusammen. Aber ist ja noch mal alles gut gegangen. Schlagzeuger Dave Buckner wusste sich mit aufgemaltem Drehschnurrbart und einer Charlie-Chaplin-Melone zu verunstalten. Wenn’s hilft.Höhepunkte des Abends waren, wie nicht anders zu erwarten, „She Loves Me Not“, „Getting Away With Murder“, „Scars“, „Broken Home“ und das allerschönste, allerbeste, unübertreffliche, monströse, monumentale „Last Resort“. Dieser Diamant des Crossover erinnerte an wunderbare Teenagerjahre im Pulverschnee. Durchgehend überwiegte allerdings das Gefühl, dass gleich zwei Bands parallel auf der Bühne ihr Ding runterspielten. Die alten und die neuen PAPA ROACH. Der Sprung vom Crossover zum Punkrock ist nicht immerzu nachvollziehbar. Das Outfit nicht an jeder Stelle passend, die Authentizität manchmal schlicht und einfach nicht vorhanden. Dank des trotz alledem beeindruckten Publikums allerdings ein gelungener Abend.

Stephanie Bürgler
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