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Sa Wala – Für nichts

Hits From The Sabong!

Sa Wala - Für nichtsJens R. Nielsen, in der deutschsprachigen Comic-Landschaft wohl derjenige, der dem antiken Ideal des Universalgelehrten am nächsten kommt, ist sein Gewicht in Gold wert, was die stets aufschlussreichen Anmerkungen angeht, die jeden der von ihm übersetzen Bände aus dem Dantes Verlag zur Nachhilfestunde über die reine Lektüre hinaus machen. Im vorliegenden Fall, einem weiteren feinen Titel von den Philippinen, konnte er sich noch dazu über höchst willkommene Unterstützung freuen, um auch die letzten, dem westlichen Rezipienten in den Panels ansonsten verborgen gebliebenen Geheimnisse zu lüften: Keine Geringere als Renren Galeno (ihr Künstleralias Ren2x Galeno kürzt den Vornamen quasi auf mathematische Weise ab) stand bezüglich sprachiger Details in "Sa Wala" hilfreich zur Seite.


Für das grundlegende Verständnis der Handlung ist das Lesen des Anhangs mit zusätzlichen Informationen und Erklärungen nicht nötig – was absolut nichts über die erwähnte Qualität von Maestro Nielsens Expertise aussagt, sondern die Klasse der Erzählung umso mehr hervorhebt. Hier wird nämlich viel von der unheimlichen Atmosphäre ohne Worte transportiert, vor allem durch den durchdringenden Blick des Hauptdarstellers: Ein Hahn, der einem Feuer entkommen ist, vor dem Taxi von Anding Faustino auftaucht und alsbald beim Sabong, der philippinischen Form des Hahnenkampfs, antritt. Dort zerfetzt er seine Gegner der Reihe nach und avanciert zum Champion, doch schon zuvor zeigt sich durch das grausame Ende einer Katze, dass es sich bei ihm um kein gewöhnliches Federvieh handelt.


Etwaige Bedenken gilt es jedoch hintanzustellen, denn der unheimliche Gockel erlaubt es der Familie, die bisher angehäuften Schulden abzubezahlen und sich sogar die eine oder andere Annehmlichkeit zu leisten, von der sie angesichts bisheriger finanzieller Engpässe nur träumen konnte. Wie lange wird das gutgehen? Bezüglich des Unterhaltungsfaktors sind derlei Fragen unnötig, denn "Sa Wala" ist wirklich toll gelungen und zeigt sich dabei offen für vielfältige Interpretationen. Wer der Geschichte gesellschaftskritische Facetten abringen will, könnte sie gar als Blick von unten auf die zahlreichen Leichen werten, die sich durch den Ruf des Geldes und den Kapitalismus auftürmen, oder aber einfach guten alten Tierhorror genießen, welcher sich mit authentischen Einblicken in den Alltag einer philippinischen Familie verbindet, all das trotz (oder gerade wegen) der blutigen Thematik in Schwarzweiß-Artwork verpackt.


 
# # # Andreas Grabenschweiger # # #



Publisher: Dantes Verlag


 

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