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SEAFOOD

16.03.05, Chelsea (Wien)
seaf2 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenAls wir an diesem schönen Mittwoch im Chelsea angekommen waren, befanden sich die meisten Besucher – wie so oft – wegen Fußball im Lokal. Gegen 22 Uhr betrat die englische Formation SEAFOOD die Bühne. Eine eher geringe Anzahl der Besucher war deswegen dort, wie sich nach und nach herausstellte. Ich muss gestehen, dass ich mir auch nichts Anderes erwartet hatte. „As The Cry Flows“ heißt das letzte Album der Band und ich habe noch nicht einmal eine Nummer davon gehört. Ich kenne SEAFOOD nur aus ihren etwas wilderen Zeiten, nachdem sie als neue Grunge-Hoffnung aus Großbritannien gehandelt wurden. Das letzte Album klingt laut Kritiken ruhiger und etwas poppiger als deren Vorgänger. Kein Wunder, dass ihr Konzert auch etwas verspielter und süßer begann, als ich erwartet hatte. Die geringe Anzahl der Besucher schien der Band mehr als egal zu sein und routiniert begannen sie ihr Set. Nach zwei oder drei Nummern stellte Sänger David Line die restliche Band vor und begrüßte die Besucher, als ob sie das anfangs vergessen hätten. Bevor ich mir dachte, dass das Konzert langweilig wird und ich keinen Song kenne, spielten sie Reißer aus „When Do We Start Fighting“ oder „Surviving The Quiet“, bei denen ich endlich mitsingen konnte und auch gleich ins Konzert kippte. David Line hat meines Erachtens eine hervorragende Stimme und wenn man der Band so zuhört, merkt man auch sofort, dass Profis am Werk sind, die in Südengland und auch in New York Alben aufgenommen haben. Gegen Ende rockte die Band nochmals richtig ab und trieb sich selber mit „Western Battle“ oder „Cloaking“ die Schweißperlen auf die Stirn. Natürlich folgte die Zugabe, welche vom Publikum gefordert wurde. David Line schloss diese unkonventionelle Rockshow mit einem wunderschönen Solo-Acoustic-Stück. Post-Grunge hin oder her, SEAFOOD sind Underground und werden wohl nie aus diesem Bereich herauskommen, trotzdem brechen sie meines Erachtens noch Schranken und wissen auch, dass es ohne Sell-Out geht. Was anscheinend doch sehr viele neuere Bands vergessen haben…

Wolfgang Scheitel
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