Noch ahnen die beiden nicht, welches Grauen in der lange Zeit versunkenen Stadt auf sie lauert. Die beiden Forschungsreisenden sind allerdings nicht die Einzigen, in deren Leben es plötzlich zu mysteriösen und seltsamen Begebenheiten kommt. Frank Beck trifft am Frankfurter Hauptbahnhof auf einem scheinbar verrückten Mann, der ihn mit einer Reihe von unverständlichen Botschaften torpediert, die er nicht einzuordnen vermag. Kurz darauf stürzt sich einer der Nachbarn ohne jeglichen Grund aus dem Fenster und die Polizei ist an Frank interessiert. Innerhalb weniger Stunden wird das Leben des Studenten auf den Kopf gestellt.
Katja Borchert vermutet langsam, den Verstand zu verlieren, immer wieder wird sie von einer unheimlichen Schreckgestalt bedrängt, die scheinbar zu jeder beliebigen Zeit überall in ihrer Nähe erscheinen kann, doch wirkt es ganz so, als sei sie die einzige Person, die diese sehen kann. Spielt der jungen Frau ihr Unterbewusstsein einen bösen Streich? Alle drei Personen gehören einem kleinen Kreis von Auserwählten an, in deren Händen das Schicksal der Menschheit liegt, allerdings haben sie alle eines gemeinsam: Sie haben keine Ahnung von den vor ihnen liegenden Aufgaben.
Mit "Seven – Das Ende aller Tage" präsentiert Fritzi Records eine neue Mystery-Serie, die sich die amerikanischen Serien von Netflix und Konsorten zum Vorbild genommen hat und den Hörern eine Geschichte mit vielen Nebenschauplätzen und verschachtelten Handlungsfäden präsentieren möchte. Zunächst nimmt die Story eher gemächlich an Fahrt auf, die ersten Figuren und Handlungsorte werden eingeführt und man weiß noch nicht wirklich, wo die Reise eigentlich hingehen soll. Im weiteren Verlauf baut sich der Spannungsbogen jedoch immer weiter auf und spätestens dann, wenn die ersten übersinnlichen Ereignisse in die Leben der Protagonisten drängen, ist man von der Geschichte gepackt und möchte wissen, wie es weitergeht.
Einen weiteren Pluspunkt gibt es für das ungewöhnliche Figurenensemble, mit dem der Hörer hier konfrontiert wird. Gehen Esther und ihr Assistent noch als klassische Abenteurer durch, so passen die übrigen in Erscheinung tretenden Personen so gar nicht in dieses Raster. Sie sind auch nicht unbedingt dazu geeignet, mit ihnen zu sympathisieren oder sich mit ihnen identifizieren zu können. Insbesondere gilt dies für Katja Borchert, die in der ersten Episode als selbstverliebte, kalte und berechnende Frau präsentiert wird, die für ihre Ziele bereit ist alles zu tun und dazu noch mit einer ausgewachsenen Drogensucht aufwarten kann. Trotzdem bleibt bei allen auftretenden Charakteren noch Luft nach oben. Um ihre Motivationen und Entscheidungen noch besser nachvollziehen zu können, ist es notwendig ihnen noch mehr Tiefe zu verleihen, was in den folgenden Episoden sicherlich auch der Fall sein wird.
Bei der musikalischen Gestaltung hat man sich Unterstützung von der deutschen Metalband THORNBRIDGE geholt, die den Titelsong beisteuert und dabei eine mehr als ordentliche Figur abgibt. So gelingt es zudem sich von anderen Serien abzuheben und ein Alleinstellungsmerkmal zu generieren. Die verwendeten Soundeffekte und Geräusche gegen allesamt in Ordnung und sorgen schnell dafür, dass sich das gewünschte Gänsehautgefühl einstellt.
Bei den Sprechern kommt eine bunte Mischung aus altgedienten Hörspielhasen und neuen, noch unverbrauchten Stimmen zum Einsatz. Als Erzähler konnte man Wolfgang Condrus gewinnen, der den Hörer durch das unheimliche Setting leitet. Marcus Off ist sicherlich nicht wenigen noch als Captain Jack Sparrow im Ohr und eine nahezu ideale Besetzung für Esthers undurchsichtigen Assistenten Eric. Engelbert von Nordhausen schlüpft in die Rolle des scheinbar verrückten Fahrkartenkäufers und schafft es, die Skurrilität seiner Figur gekonnt hervorzuarbeiten. Ursula Hugo ist als Esther Frühauf zu hören, der man die umtriebige Abenteurerin jederzeit abkauft.
Allerdings gibt es bei der umfangreichen Besetzungsliste auch einige Sprecher, die mit den genannten Synchronprofis nicht mithalten können. Philine Peters-Arnolds ist als Agnes Beck nur schwer zu ertragen. Ihre Dialoge oder besser Monologe sind einfach nur laut und schrill und können leider nicht überzeugen. Michael Pan ist eigentlich schon lange im Hörspielgeschäft unterwegs, im vorliegenden Fall agiert er jedoch total überdreht und unglaubwürdig. Der erste Schritt ist gemacht und "Seven – Das Ende aller Tage" kann mit einer spannenden und stellenweise wirklich unheimlichen Story aufwarten. Die folgenden Episoden werden zeigen, wohin die Reise gehen wird. Die komplexe Geschichte macht jedenfalls Lust auf mehr!
# # # Justus Baier # # #
Publisher: Fritzi Records/Romantruhe





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