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Sherlock Holmes 59

Ein Adeliger fällt zu Hause einem Mord zum Opfer. Wer könnte einen Groll gehen den netten, älteren Herrn gehegt haben?
Sherlock Holmes 59
© Titania Medien

Sir Peter Denne wird im Salon seines Anwesens tot aufgefunden, der allseits beliebte und geschätzte Adelige starb durch einen Kopfschuss aus unmittelbarer Nähe. Selbstmord oder ein Unfall scheiden als Ursache aus, denn die Tatwaffe ist nicht auffindbar. Scotland Yard präsentiert bereits nach kurzer Zeit einen dringend Tatverdächtigen, den jungen Charles Denne, einen Neffen des Verblichenen. Die Indizien lassen kaum einen Zweifel daran, dass es sich bei ihm um den Killer handelt. Muriel Padston, ebenfalls eine Verwandte des Ermordeten, glaubt weiterhin an die Unschuld von Charles. In ihrer Verzweiflung wendet sie sich an Sherlock Holmes, den sie von einer früheren Jagdgesellschaft ihres Onkels kennt.


Obwohl die Beweislast erdrückend scheint, übernimmt der Detektiv den ihm angetragenen Fall und lässt nichts unversucht, den Verdächtigen zu entlasten und den wahren Täter zu ermitteln. Eine Herkulesaufgabe, denn obwohl selbst Inspector Lestrade an der Schuld von Charles Denne zu zweifeln beginnt, soll dem jungen Mann der Prozess gemacht werden und er schlussendlich am Galgen baumeln. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt und Sherlock Holmes muss sein gesamtes Können aufbieten, um einen vermeintlich Unschuldigen vor seiner Hinrichtung zu bewahren.


Die Erzählungen von Herman Cyril McNeile scheinen wie geschaffen dafür, als Hörspiel und statt eines unbekannten Ermittlers mit Sherlock Holmes in der Hauptrolle ein kriminalistisch interessiertes Publikum für sich begeistern zu können. Im vorliegenden Fall zieht die Geschichte ihren Reiz aus dem Umstand, einen Verdächtigen, an dessen Schuld niemand zu zweifeln bereit ist, zu entlasten und den wahren Täter zu ermitteln, der es bestens versteht, seine Spuren zu verwischen. Zusätzliche Spannung wird durch den Faktor Zeit generiert, denn die berühmte Spürnase muss sich beeilen, den wirklichen Täter aufzuspüren.


Der aktuelle Fall erfüllt damit alle Kriterien einer beliebten Variante des Detektivkrimis, die Hauptfigur investiert ihr gesamtes Können in die Suche nach dem wahren Mörder. Bei „Gottes Mühlen“ geschieht dies trotz des gesteckten Zeitfensters auf eine eher ruhige und entspannt anmutende Weise, die sich aber nicht auf den Hörer überträgt, denn der verfolgt gebannt die Dialoge, um Hinweise auf die Identität des Täters zu erhaschen. Die Storyline atmet zu jeder Zeit den Spirit der klassischen Detektivgeschichte, ohne dabei verstaubt zu wirken, und entfaltet das angenehme Feeling der britischen Kriminalliteratur. Action und Beinarbeit werden durch Wortwitz und Scharfsinn ersetzt – zwei wichtige Ingredienzien, die diese Serie seit geraumer Zeit auszeichnen.


Wie bereits bei vielen vorangegangenen Folgen ist es auch hier die geschliffene Klinge des gesprochenen Worts, welche die Dialoge auszeichnet und für den Hörer zu einem Vergnügen werden lässt. Natürlich gibt es den einen oder anderen Seufzer oder Fülllaut zu viel, der Inhalt der Gespräche zeigt sich jedoch über jeden Zweifel erhaben, fängt den viktorianischen Background gekonnt ein und wird mit viel Ironie und Esprit kombiniert. Produktionen aus dem Hause Titania stehen seit jeher für einen klassischen, aber ebenso opulenten Soundtrack, der sich auch hier geschickt mit dem gesprochenen Wort zu einer stimmigen Symbiose verquickt. Die verwendeten Soundeffekte sind wie gewohnt eher dezenter Natur, verfeinern aber jede Szene um die kleine wichtige Nuance, die es für ein stimmiges Hörspiel braucht.


Unbestritten sind es einmal mehr Joachim Tennstedt und Detlef Bierstedt, die mit ihrem einzigartigen Wechselspiel „Gottes Mühlen“ veredeln und Episode 59 aus der Masse hervorheben. Dazu kommen zahlreiche weitere talentierte Sprecher, die auch dieses Abenteuer zu einem gelungenen Kriminalhörspiel machen. Fazit: Klassische Detektivgeschichte mit vielen Rätseln und exzellenten Sprechern!


# # # Justus Baier # # #
 

Publisher: Titania Medien
 

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