Navi Logo von SLAM alternative music magazine
Promo für aktuelles SLAM Heft
SLAM #147 mit Interviews und Storys zu THE PRETTY RECKLESS +++ FIVE FINGER DEATH PUNCH +++ MASSENDEFEKT +++ AIRBOURNE +++ SLEEPING WITH SIRENS +++ N THIS MOMENT +++ ADAM LAMBERT +++ EUROPE +++ LEFT TO DIE +++ CEREMONY +++ u.v.m. +++ Jetzt am Kiosk!

Sherlock Holmes 63

Mr. Beaumonts Sohn ist unter mysteriösen Umständen verschwunden und lässt den Vater mit dem Schlimmsten rechnen. Sherlock Holmes nimmt unverzüglich die Ermittlungen auf.
Sherlock Holmes 63
© Titania Medien

Beim Eintreffen von Doktor Watson in seinem Domizil in der Baker Street, ist die Stimmung auf dem Tiefpunkt angelangt. Sherlock Holmes verdächtigt die gemeinsame Haushälterin Mrs. Hudson, Fahrkarten nach Frankreich verlegt zu haben. Als diese endlich gefunden sind, reibt sich der gute Doktor verwundert die Augen, denn unversehens befindet er sich auf einer Reise nach Paris. Monsieur Beaumont, ein alter Bekannter aus den Anfangstagen der Freundschaft zwischen Holmes und Watson, bittet dringend um die Hilfe der britischen Spürnase. Natürlich folgt Holmes dem Ruf nach Paris und nimmt unverzüglich die Ermittlungen im Verschwinden des jungen Maurice Beaumont auf.


Im Zentrum der Nachforschungen steht alsbald die bezaubernde Ehefrau des Vermissten, doch die genießt einen tadellosen Ruf und es gibt keinerlei Anhaltspunkt, dass die schöne Gattin in ein Verbrechen verwickelt zu sein scheint. Um sämtliche Verdachtsmomente auszuräumen, greift der Meisterdetektiv zu einem ungewöhnlichen Trick, um das Vertrauen der liebreizenden Ehefrau zu gewinnen. Damit setzt sich eine Reihe von Ereignissen in Gang, die das gesamte Können von Sherlock Holmes erfordert, um Schlimmeres zu verhindern.


Bei den Vertonungen der Abenteuer von Sherlock Holmes schlägt man im Hause Titania Media ein neues Kapitel auf. Nachdem man die Geschichten von Herman Cyril MacNeile für Sherlock Holmes umarbeitete, produziert man nun erstmalig eine Story der Autorin Amy Onn. Deren Plot wartet zunächst mit zwei offensichtlichen Abweichungen, zu vielen anderen Geschichten im Rahmen dieser Reihe auf: So verlagert sich die Handlung ins Ausland und verzeichnet zudem eine üppige Laufzeit, die sich über gleich zwei CDs erstreckt.


Die größte Überraschung dürfte aber sicherlich die Einführung eines neuen Charakters sein, denn in „Der Lumpensammler von Paris“ betritt erstmalig Sherlock Holmes’ Neffe Montgomery Holmes das Parkett der Ermittlungen – eine Figur, die im Originalkanon von Sir Arthur Conan Doyle nie existierte, aber den Personenkreis auf Seiten der Ermittler bereichert. Wenn man ehrlich ist, tut man sich mit dem Gedanken schwer, sich Mycroft Holmes als Vaterfigur vorzustellen, wenn man dabei den Beschreibungen seiner Person in den Geschichten seines geistigen Vaters folgt.


Die Geschichte überrascht mit einigen überraschenden Wendungen und einem Sherlock Holmes in einer ungewöhnlichen Rolle als charmanter Gentleman, der die Frauenwelt zu umgarnen weiß. Insgesamt bekommen wir es mit einer facettenreichen Story und einer gelungenen Mischung aus subtiler Nachforschungsarbeit und Actionmomenten zu tun. Zwiespältig bleibt die einleitende Szene in der Baker Street, ein endloses Wortgefecht zwischen den Bewohnern von 221 b, wobei gerade der Einstieg zwischen Watson und Mrs. Hudson vollkommen drüber ist und man sich getrost hätte sparen können. Tatsächlich gelingt es, davon abgesehen, einen soliden Kriminalfall zu präsentieren, der die ungewöhnliche Laufzeit durchaus rechtfertigt.


Fans dürfte auch der kurze Blick auf die Anfänge der Freundschaft von Holmes und Watson gefallen. Doyle liebte es seinen Detektiv immer wieder in anderen Rollen schlüpfen zu lassen, um die Arbeit auf ungewohntem Terrain voranzutreiben und dem Verdächtigen auf die Schliche zu kommen. Eine Herangehensweise, die hier wirklich gut genutzt wird, um die wahren Motive des Verschwindens zu entlarven. Ohne spoilern zu wollen: So ist auch das Ende dieser Produktion ungewöhnlich, denn die Gerechtigkeit kommt hier auf einen unkonventionellen Weg zum Zug.


Die musikalische Gestaltung ist sehr abwechslungsreich geraten, denn man greift auf bereits etablierte Arrangements ebenso zurück, wie auf Kompositionen, die noch nicht zum Einsatz gelangten. Die verwendeten Geräusche fügen sich wie gewohnt sehr harmonisch in die Gesamtkonzeption dieser Episode ein und wissen zu überzeugen. Innerhalb des großartigen Sprechercasts ist es dieses Mal Sigrid Burkholder, die eine meisterliche Arbeit abliefert. Dazu das eingespielte Duo Tennstedt & Bierstedt, die einfach Spaß haben an ihren Rollen und ihrer Arbeit. Eine gute Folge, die mehr Lust auf weitere Geschichten der Autorin Amy Onn machen!
 

# # # Justus Baier # # #
 

Publisher: Titania Medien
 

************************************************************************

JETZT IM HANDEL:

SLAM #147
  Jetzt am Kioskdirekt im Webshop oder im Abo!

ROCK CLASSICS #45: DIE TOTEN HOSEN
Jetzt am Kiosk, direkt im Webshop oder in unserem Amazon-Shop!

SLAM @ Facebook - LIKEN und immer topinformiert sein!

************************************************************************

artikel closer s147 rc45© SLAM Media

Diesen Artikel teilen
Teilen
Gut zu wissen, dass die hohle Erde da ist, wenn man sie braucht!
Die besten Geschichten und Ratschläge, was Wesen der philippinischen Folklore betrifft, gibt’s bei Inang.
Was für eine Tragödie: Der einzige Stammhalter der Familie von Schönburg ist wie vom Erdboden verschwunden. Es gibt keinerlei Hinweis auf seinen Verbleib.
Ein zürnender Odin, ein intrigierender Loki und der Donnergott auf seiner geliebten Erde. Alles beim Alten also?
Endlich bekommt Batman die Geheimorganisation Black Glove zu fassen – oder eher umgekehrt?
Riri Williams trat 2016 zwar in die Fußstapfen von Tony Stark, musste sich aber dennoch direkt mit ihm – oder besser gesagt seiner KI – auseinandersetzen.
Bereits vor Jahrtausenden stand Eternia einmal mehr am Abgrund: Die Magierpriester planten ihre Macht in einem unheilvollen Ritual zu vereinen.
Als eines der mächtigsten Wesen im Universum legt der Silver Surfer großen Wert darauf niemanden zu töten. Seine skrupellosen Gegner sind da weniger zimperlich.