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SIEGES EVEN - Paramount

Inside Out/SPV

SIEGES EVEN paramount (c) Inside Out/SPV / Zum Vergrößern auf das Bild klickenErstaunlich, wie lange sich SIEGES EVEN (bis auf eine kleine Pause) bereits über Wasser halten konnten, vor allem wenn man bedenkt, dass ihre Musik niemals Mainstream war und sich somit bislang hauptsächlich Freunden des Jazz oder des Artrocks erschlossen hat. Die Zeiten unnachvollziehbarer Jazz-Metal-Orgien und orientierungslos scheinender Songs sind aber allemal vorbei. Auch SIEGES EVEN werden erwachsen, und obwohl „Paramount“ alles andere als straight ist, so hat man doch ein Terrain erreicht, das Artrock- und Metalfans gleichermaßen vertraut sein sollte. Mit Arno Menses dürften die Münchner jetzt auch endgültig den passenden Sänger gefunden haben, der hier bereits sein zweites Album abliefert – nicht so selbstverständlich, wenn man sich die Vergangenheit der Band ein wenig genauer ansieht. Dieser Umstand lässt SIEGES EVEN anno 2007 so tight und homogen wie eigentlich nie zuvor klingen. Bereits das Opener-Duo „When Alpha And Omega Collide“ und „Tidal“ präsentieren die Band in einer teilweise ungewöhnten Härte und Spielfreude (der glasklare Sound versteht sich von selbst). Das Kontrastprogramm dazu bietet die Ballade „Eyes Wide Open“, die es fast schon zu Radiotauglichkeit bringt. „Iconic“ erinnert ein klein wenig an die „A Sense Of Change“-Zeit, und das wunderschöne „Where Our Shadows Sleep“ zeigt am eindrucksvollsten, wie fein sich Arnos Organ in die Musik von SIEGES EVEN einfügt. Dann wird’s wieder ein wenig härter: „Duende“ und das folgende „Bridge To The Devine“ erinnern entfernt an FATES WARNING, wobei Zweiteres dann auch noch Gesangsparts drinnen hat, die irgendwo nach YES klingen! Dass die Bayern auch ordentlich grooven können, zeigt sich spätestens bei „Leftovers“, das gekonnt melancholische Parts mit einem wuchtigen Rock-Riff kombiniert. Das Instumental „Mounting Castes In The Blood Red Sky“, das rund um die legendäre Rede von Martin Luther King aufgebaut ist, lässt die Instrumentalfraktion in hellstem Licht erstrahlen – obwohl sie absichtlich ein wenig in den Hintergrund gerückt wirkt. Da ist der finale Titeltrack dann bloß noch Formsache, in acht atmosphärisch ultradichten Minuten wird hier Progrock vom Allerfeinsten zelebriert, der einmal mehr verdeutlicht, warum SIEGES EVEN aus der Elite der progressiven Musik nicht mehr wegzudenken sind. Wer sich noch an das Debut „Life Cycle“ erinnert, wird feststellen, dass die Band bereits damals reif genug war – aber in voller Blüte erstrahlt sie erst seit „The Art Of Navigating By The Stars“. Und „Paramount“ verlängert die Blütezeit vorerst mal um ein Album, das nicht zum Zuhören einlädt – nein, vielmehr fordert es einen schon dazu heraus!
www.siegeseven.com
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