Doch nicht nur der 1962 geborene Starzeichner, sondern auch Autor und Mastermind Pat Mills fährt in "Der gehörnte Gott" ("The Horned God") sein ganzes Können auf, was den 1989/90 in den "2000AD"-Progs 626-635, 650-656, 662-664 und 688-698 erschienenen Dreiteiler zu einem Meilenstein und Magnum Opus der bis dahin entstandenen Abenteuer mit dem keltischen Krieger macht. Ukko, seines Zeichens mehr oder minder treuer Begleiter von Sláine, erzählt aus einer fernen Zukunft zurückblickend über die folgenschwere Konfrontation zwischen den Stämmen der Sessair und den mit den in Tír na nÓg eingefallenen schuppigen Fomóri sowie den mit ihnen verbündeten Drunes um Lord Feg. Dessen verwesenden Hintern will unser Axtschwinger ehestmöglich aus dem Diesseits befördern, um zum neuen gehörten Gott zu avancieren.
Dabei gilt es für Sláine jedoch einige beachtliche Hindernisse zu umschiffen: Erstens schätzen die Kelten ihre Freiheit und sehen es gar nicht gerne, wenn sich jemand zu einer ihnen übergeordneten Instanz aufschwingen will, zweitens bedarf es neben dem Kessel von Dagda noch weiterer Schätze von Danu, um den Feinden erfolgreich die Stirn bieten zu können. Und drittens sieht besonders die Priesterkaste die Möglichkeit, dass besagte Erdgöttin zu neuer Macht verholfen wird und damit das einstige Matriarchat wiederkehren könnte, mit entsprechender Besorgnis um die eigene Machtposition. Doch was ein echter Mac Roth ist, lässt sich nicht beirren, auch nicht von den Avancen einer Dienerin Lord Fegs in seinem engsten Umkreis.
Ein nicht gerade erfreut dreinblickender Herr aus dem Hyborischen Zeitalter, als Sláine zum König der Könige ausgerufen wird, ist nur einer der lakonischen Scherze, die sich Pat Mills in seinem Epos erlaubt. "Der gehörnte Gott" lebt nämlich keinesfalls allein von blutigem Gemetzel, wie Nichteingeweihte nach einem oberflächlichen Blick glauben könnten, sondern erfreut darüber hinaus auch mit dem gerade für einen Fantasykontext erfreulich erfrischenden, unverkrampften Hinterfragen der Geschlechterrollen – wobei es ausgerechnet der maximalst maskuline Protagonist ist, der die Herrschaft der Frauen gutheißt und wiederherstellen will. Ganz zu schweigen von den wieder zahlreichen mystischen, literarischen und historischen Referenzen, die hier eingebaut wurden und von Simon Bisley in jeder Hinsicht wuchtig in Szene gesetzt worden sind!
# # # Andreas Grabenschweiger # # #
Publisher: Dantes Verlag





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