In seiner Jugend hörte er viel Rap, allen voran Eminem. 2006 veröffentlichte er das kostenlose Download-Album "Jeder Track Ein Hit" und 2007 das umstrittene "Amoktape". Insbesondere der Song "Der letzte Schultag", in dem Swiss einen Amoklauf an einer Schule nacherlebt, geriet in die Schlagzeilen. 2008 kam dann sein erstes Album "Es Kann Nur Einer Befehlen" heraus, mit dem er sich vor allem einen Namen in Norddeutschland machte. Schade, dass SWISS an diesen Erfolg nicht anknüpfen konnte, da er in eine schwere Depression verfiel, die ihn zu einer dreijährigen Auszeit zwang. Erst 2011 erschien sein persönliches Resümee dieser Zeit, "666 Tage Klapse", und zwei Jahre später das "Wixxxtape #1 (Die Flut)".Seit dieser Zeit sind Tabletten SWISS` ständiger Begleiter, er bezeichnet die Sucht als seinen persönlichen Dämon. Besonders exzessiver Sport rettete SWISS mehr als einmal vor erneuten Ausrastern und Rückschlägen. In dieser Zeit hielt er sich mit zahlreichen Jobs über Wasser. Gleichzeitig orientierte er sich neu, da er nicht ganz auf den Kopf gefallen war. So beschloss er, das angefangene Germanistik- und Geschichtsstudium endlich abzuschließen und machte 2014 erfolgreich seinen Magister. Musikalisch begann er sich von der Rap-Szene zu distanzieren. Er wollte sich weiter entwickeln, die falsch verstandene Coolness hinter sich lassen und zu seinen Punkwurzeln zurückkehren. Allerdings interessiert ihn musikalisches Schubladendenken sowieso nicht.
Auf die Bühne ging er von nun an mit einem wahnsinnigen Drummer. Bald wurde ihm klar, dass das erst der Anfang seiner musikalischen Neuerfindung war. Er holte noch einen Bassisten und einen Gitarristen dazu – SWISS & DIE ANDERN waren geboren. Zusammen spielen sie Punk, Punk-Rap und worauf auch immer sie Bock haben. Hauptsache: Harte Gitarren-Riffs, markante Drums und poetische Texte über die MISSGLÜCKTE WELT. Dabei vergeudet "der neue" SWISS sein Talent nicht an brust-trommelnden Gangsta Rap und machistisches Ich-bin-der-Geilste-Battle-Gewäsch. Stattdessen entwirft er eine Gegenwelt zum kommerziellen Wahn des Post-Kapitalismus, der Menschen zu digital gesteuerten Konsum-Zombies degradiert. "Ich will eine Gegenkultur schaffen", sagt SWISS entschlossen. "Ich will etwas machen, das bleibt - so lange es Menschen gibt."
Von dieser Gegenkultur könnt ihr euch an folgenden Tagen selbst ein Bild machen:
08.01.2015 D-Hamburg - Kasierkeller
10.01.2015 D-Berlin - Crystal
12.01.2015 A-Innsbruck - Weekender Club
13.01.2015 A-Wien - B72
14.01.2015 CH-Zürich - Hafenkneipe
15.01.2015 D-München - Backstage Club
16.01.2015 D-Köln - Underground
17.01.2015 D-Kaiserslautern - Kammgarn





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