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State of Decay: Year-One Survival Edition

So machen Zombies wieder Spaß.

(C) Undead Labs/Microsoft Studios / State of Decay: Year-One Survival Edition / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDie korrekte Frage auf die Antwort "Wie überlebt man eine Zombie-Apokalypse?" ist eigentlich schon lange klar, nämlich "Ich kann das Wort 'Zombie' nicht mehr hören, lass mich in Ruhe." Umso überraschender ist es, dass es "State of Decay", und besonders dessen neuer "Year-One"-Edition gelingt, diese ausgelutschte Prämisse frisch und aufregend zu machen. "State of Decay" bewegt sich irgendwo zwischen einer Singleplayer-Version des Survival-Kulthits "Day Z", einem klassischen Open-World-Spiel à la "Grand Theft Auto" oder "Far Cry", der Experimentierfreudigkeit eines "Dead Rising" und einer Sozial/Aufbau-Simulation wie "The Sims".


Man beginnt das Spiel als Durchschnittstyp Marcus Campbell, der mit seinem Kumpel einen friedlichen Angelurlaub im Wald machen wollte und sich plötzlich in einer – ja genau –Zombie-Apokalypse wiederfindet. Sehr schnell merkt man, dass "State of Decay" nicht die Geschichte eines Helden ist, der sich mit Waffengewalt durch Zombie-Horden schießt und schnetzelt, sondern die einer sich entwickelnden Community, die gemeinsam um knappe Ressourcen und ihr Überleben kämpft: Marcus Campbell ist nur eine von etlichen steuerbaren Figuren, die allesamt auch permanent sterben können. Um das zu verhindern, wollen zusammen Basen gebaut und verteidigt, sowie Waffen, Vorräte und Medizin gesammelt werden.


(C) Undead Labs/Microsoft Studios / State of Decay: Year-One Survival Edition / Zum Vergrößern auf das Bild klicken"State of Decay" beeindruckt dabei mit einer dynamischen, lebendigen Sandbox-Welt voller Möglichkeiten für emergentes Gameplay und Storytelling. Es gibt zwar eine rudimentäre Haupthandlung, aber der Rest ist mehr oder weniger dem Spieler selbst überlassen. Mögliche Theorien, wie man eine Zombie-Apokalypse bewältigt, lassen sich hier also recht frei auf die Probe stellen, vom Barrikadieren in einer Hütte und Erschießen von allem, das sich nähert, über den friedlichen Handel mit anderen Gruppen Überlebender bis hin zum Aufbau einer immer weiter wachsenden Kommune mit charismatischen Anführern und ehrgeizigen Expansionsplänen.


Dabei funktioniert "State of Decay" auf vielen Ebenen wie ein Multiplayer-Spiel im Singleplayer-Gewand. Die Welt lebt sogar weiter, wenn die Konsole oder der PC abgeschaltet wird. Es ist also gut möglich, dass man das Spiel verlässt, am nächsten Tag zurückkommt und in der Zwischenzeit hat die Basis mit Mühe einen Zombie-Angriff zurückgeschlagen und braucht dringend Reparaturen und neue Ausrüstung, bevor die Moral der Gruppe komplett im Keller versinkt.


(C) Undead Labs/Microsoft Studios / State of Decay: Year-One Survival Edition / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDie vorliegende "Year-One Survival Edition" inkludiert neben Grafikverbesserungen auch zwei Add-ons: "Breakdown" erweitert das Spiel um einen endlosen Survival-Modus ganz ohne Story, während "Lifeline" eine waschechte Zusatzkampagne aus Perspektive des ebenfalls schwer überforderten Militärs ist. Für Besitzer der Originale ist diese Neuauflage kein Grund, erneut zur Geldbörse zu greifen – wer jedoch noch nicht die Gelegenheit hatte, sich von "State of Decay" überraschen und entzücken zu lassen, der sollte auch als Zombie-Muffel einen näheren Blick wagen.


 
# # # Andreas Capek # # #



Entwickler: Undead Labs
Publisher: Microsoft Studios
Plattform: Xbox One (getestet), PC


Grafik: 6/10
Sound: 7/10
Steuerung: 7/10
Spielspaß: 8/10
Gesamt: 8/10




 


 
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