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The 84th Academy Awards

"Back to the roots" hieß es diesmal bei den Oscars - in mehr als einer Hinsicht.

Oscar (c) lawvibe.com / Zum Vergrößern auf das Bild klickenEines vorweg: Bei der Oscar-Verleihung geht es natürlich nicht darum, den besten oder relevantesten amerikanischen Film des Jahres auszuzeichnen. Es geht darum, dass sich Hollywood seines Selbstbilds vergewissert, einen Bogen zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft spannt, indem es seine erinnernswertesten Momente zelebriert, sie ins Jetzt herüberholt und ins Morgen fortschreibt. Entscheidend ist die Kontinuität bestimmter Werte: "Movies that make you laugh, movies that make you cry, movies that inspire you", und das in einer ganz bestimmten Form, Ideologie und Ästhetik, die sich über Jahrzehnte festgeschrieben hat. Dem muss man etwas abgewinnen können, sonst hat es keinen Sinn, jedes Jahr wieder die Verleihung anzusehen, nur um darüber zu lästern. Man muss die Fähigkeit besitzen, sich zurückzulehnen und die Show zu genießen.


Jeder, der sich halbwegs ernsthaft mit Kino beschäftigt, weiß selbstverständlich, dass "The Tree of Life" der beste der nominierten Filme und allein der Gedanke, den Regie-Preis irgendjemand anderem als Terrence Malick zu verleihen, im Grunde grotesk ist. Aber derjenige weiß auch, dass die beiden Gewinner der Verleihung, Martin Scorseses "Hugo" und Michel Hazanavicius` "The Artist",liebevolle Hommagen an das Stummfilmkino, perfekte Vertreter des "Hollywood spirit" und damit prädestinierte Oscar-Filme darstellen.


Beide Filme gewannen insgesamt fünf Statuen. Während "Hugo" vor allem in technischen und visuellen Kategorien wie Kamera, Ausstattung und Spezialeffekte abräumte, konnte "The Artist" die Hauptkategorien Film, Regie und Hauptdarsteller für sich verbuchen. Das ergibt Sinn: Der wohl bemerkenswerteste Aspekt von "Hugo" ist der wegweisende Einsatz von 3D-Technologie als künstlerisches Ausdrucksmittel statt als intelligenzbeleidigendes Gimmick. Dass die simple Liebesgeschichte und der verspielte Rückgriff auf klassische Ästhetik in "The Artist" aber noch ein Stück universeller ist als Scorseses Film, der als Kindermärchen beginnt und als George Méliès Biopic endet, hat sich schon bei vorhergegangenen Preisverleihungen abgezeichnet.


Die Show selbst war eine sehr altmodische, konservative Angelegenheit ohne große Wagnisse, und das ist gut so. All die verzweifelt wirkenden Experimente der letzten Jahre, vom singenden und tanzenden Hugh Jackman bis hin zur misslungenen James Franco/Anne Hathaway Paarung des vergangenen Jahres, haben nur die Sehnsucht nach einer Oscar-Show geweckt, wie wir sie früher gewohnt waren: Ein paar Witze von Billy Crystal, die ein oder andere Montage über "the magic of movies" und eine kleine Showeinlage, in diesem Fall vom Cirque du Soleil. Mehr brauchen wir doch gar nicht, um glücklich zu sein.



# # #  Andreas Dobersberger  # # #
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