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Triage (Ascot Elite)

Nur die Toten sehen das Ende des Krieges.

Die beidentriage(c) Ascot Elite Home Entertainment / Zum Vergrößern auf das Bild klicken Kriegsfotografen Mark und David sind in den Bergen Kurdistans eingesetzt um den dort wütenden Krieg zu dokumentieren. Bei einer letzten Reportage über ein Krankenhaus wird Mark schwer verwundet, kann jedoch von einem kurdischen Arzt gerettet und wieder zusammen geflickt werden. Sein Freund David allerdings ist unauffindbar. Zurück in London machen ihm die traumatischen Erinnerungen und der rätselhafte Verbleib seines Freundes schwer zu schaffen. Als sich seine Beinverletzung verschlechtert, von den Ärzten jedoch keine Erklärung dafür gefunden werden kann, bittet Marks Frau ihren Großvater um psychologische Hilfe.


Regisseur Danis Tanovic schuf mit "Triage" einen Film der unter die Haut geht und wohl niemanden kalt lassen wird. Ohne viel Schwarz-Weiß-Malerei werden hier der nüchterne Schrecken des Krieges und die (Un)tiefen der menschlichen Psyche gezeichnet. Außerdem hat sich Tanovic merklich große Mühe gegeben den Streifen in keiner Genrelade verschwinden zu lassen. Daher kann man Triage auch nicht als reinen Antikriegs- oder gar Actionfilm, wie das Bild am Cover vermuten lässt, abtun. Die Dialoge sind wenig überdramatisiert - was wohl auch an den großartigen Leistungen der Schauspieler liegt. Vor allem Colin Farrell sei hier gelobt, da er seine selbstverliebte Parade-Darstellung diesmal zu Hause in Irland gelassen hat und auch der großartige Christopher Lee (wie wäre es anders zu erwarten) geht in seiner Rolle als Psychologe vollends auf. Mein Fazit: Ein tiefgehender, berührender und auch erschreckender Streifen der auf keinen Fall etwas für Zwischendurch ist, jedoch auf jeden Fall gesehen werden muss. Vielleicht nur deshalb um zu wissen, dass es neben romantischen Komödien und Folter Filmen auch noch das ganz große Kino gibt - auch wenn es genau das leider selten erreicht.



### Maria Capek ###




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