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TURBONEGRO - Retox

Edel Records

TURBONEGRO retox (c) Edel Records / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDie Denim Demons sind zurück! „Retox“ ist das erste TURBONEGRO-Album nach der großen apokalyptischen Trilogie („Apocalypse Dudes“, „Scandinavian Leather“ und „Party Animals“), und es polarisiert von Beginn an. Was für die Norweger – die absoluten Meister der Provokation – ja an sich nichts Neues wäre, haben sie vom schwulen Macho-Man bis hin zum deutschen Schäferhund doch stets mit augenzwinkernder Image-Symbolik gespielt. Doch erstmals laufen TURBONEGRO Gefahr, an ihrer eigenen großen Vergangenheit zu zerbröckeln. Irgendwie ist das alles schon einmal im Reich der Deathpunks da gewesen, nur eben eine Spur flotter, knackiger und energetischer als auf „Retox“. Der Opener „We’re Gonna Drop The Atom Bomb“ wäre beim Vorgänger-Album „Party Animals“ bestenfalls B-Seiten-Material gewesen, „Welcome To The Garbage Dump“ verläuft sich mit seinem 08/15-Riff im Sand, und „I Wanna Come“ ist eine saft- und kraftlose Halbballade, wie sie die TURBONEGRO der früheren Jahre nie und nimmer produziert hätten. Dass Happy Tom, Hank von Helvete und Company trotzdem mit „Retox” die vielleicht beste Rock-Platte dieser Ausgabe eingespielt haben, zeigt das wahre ´Problem´ von TURBONEGRO schonungslos auf: Die Norweger werden stets an übermächtigen Alben früherer Tage gemessen (vor allem „Ass Cobra“ und „Apocalypse Dudes“ sind mit die besten Scheiben, die in den letzten 20 Jahren überhaupt erschienen sind). Peilt man jedoch den direkten Vergleich mit dem Rest der Rock-Welt an, wird alsbald deutlich, dass TURBONEGRO selbst mit „Retox“ (ihrem zweifelsohne bisher schwächsten Werk) sich erhobenen Hauptes aus der Affäre ziehen. Und mit Songs wie „Hell Toupée“, „Stroke The Shaft“, dem schnellen „No, I’m Alpha Male“ oder „Do You Do You Dig Destruction“ sind sie in einem umfangreichen Genre wie jenem des Rock’n’Roll weiterhin mit die Speerspitze. „What Is Rock?!“ werfen die Denim Demons abschließend in den Raum, wohl wissend, immer noch dessen Sprachrohr zu sein.  
www.turbonegro.com
Dorian Frühbacher
 
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