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Ultimate Comics: Spider-Man 1

Will the real Spider-Man please stand up?

(C) Panini Comics / Ultimate Comics: Spider-Man 1 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenAufmerksamen Zeitgenossen mit Comic-Affinität ist sicherlich noch das mediale Aufsehen in guter Erinnerung, für das letztes Jahr ein neuer Titel von Marvel gesorgt hat. Brian Michael Bendis, treibende Kraft hinter dem Ultimate-Sublabel des Verlags, hat nach dem Tod von Peter Parker einen neuen Spider-Man aus dem Hut gezaubert, der sich im Rahmen eines Relaunchs der Serie in die vordersten Verkaufsränge des amerikanischen Comic-Marts katapultierte. Nicht unwesentlich dazu beigetragen hat dabei sicherlich die Tatsache, wer sich hinter der Maske des neuen Spinnenmanns verbirgt: Es ist der junge Miles Morales, dessen afroamerikanische beziehungsweise Latino-Abstammung gemischte Reaktionen hervorrief.


Während die einen diesen realistischen Ansatz in einem Staat lobten, der erstmals in seiner Geschichte von einem schwarzen Präsidenten regiert wurde, vermuteten die anderen eine übertriebene Anbiederung an die Political correctness. Jetzt, nachdem sich der Hype gelegt hat und der Auftakt der Serie "Ultimate Comics: Spider-Man" von Panini vorliegt, sollte uns im Grunde genommen nur eine Tatsache interessieren: Sind die Storys über den neuen Wandkrabbler so cool wie die seines Vorgängers?


Die Antwort lautet: Ja! Bendis nimmt sich, analog zum Auftakt seines "ultimativen Universums" anno 2000, genug Zeit, um den sympathischen jungen Miles, frischgebackener Schüler einer New Yorker Kaderschmiede, vorzustellen. Natürlich bekommt auch er den unvermeidlichen Spinnenbiss verpasst und lernt schnell, dass aus großer Kraft große Verantwortung kommt. Soweit nichts Neues, aber wie Mastermind Bendis das mit der Geschichte rund um Triumph und Tragik von Peter Parker und seinen Angehörigen verbindet, ist äußerst geschickt gemacht und gibt die Fackel einem neuen, einige Jahre jüngeren Teenager mit Heldenambitionen in die Hand. Oder, um rhetorisch in der Spidey-Welt zu bleiben: Das Netz wird nicht zerrissen, sondern weitergesponnen.


Einhergehend damit gibt es natürlich ein Wiedersehen mit Oberfiesling Norman Osborn, der die Suche nach seinem Superhelden-Serum immer noch nicht aufgegeben hat, und den Ultimativen unter Nick Fury. Sie nehmen sich den tollpatschigen Miles, der zunächst noch im Spidey-Halloweenkostüm herumdilettiert, zur Brust und wollen ihm eine Chance als Mitstreiter in ihren Reihen bieten – auch das ein offensichtlicher Unterschied zu Peter Parker, dem erst posthum die höchsten Weihen zuteilwurden. Mit einem weniger kantigen, aber vom Stil her David Lafuente nicht unähnlichen, frischen Stil leistet auch Zeichnerin Sara Pichelli einen mehr als gelungenen Beitrag zu diesem Neubeginn. Reinschauen lohnt sich!



# # # Andreas Grabenschweiger # # #



Publisher: Panini Comics





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