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Warum Kryptowährungen besser sind als ihr Ruf

Ob Bitcoin oder Ethereum, den meisten großen Kryptowährungen wird nachgesagt, dass sie absolute Umweltschweine sind. Daran will man an dieser Stelle vielleicht auch gar nicht wirklich zweifeln, denn gerade Bitcoin und Ethereum zählen nicht gerade zu den sparsamen Energieverbrauchern. Doch gibt es verschiedene Punkte, die bei den meisten Diskussionen nicht wirklich berücksichtigt werden und vor allem Kritiker gerne unter den Tisch fallen lassen.

KryptogeldDas ist zum einen die Tatsache, dass es keinerlei zuverlässige Zahlen gibt, wie viel Energie zum Beispiel Bitcoin wirklich verbraucht. Es gibt Hochrechnungen und Annahmen, diese schwanken aber teilweise um hohe Faktoren und können tatsächlich stark auseinandergehen. Aus diesem Grund sind natürlich alle Angaben mit Vorsicht zu genießen. Daran, dass der Stromverbrauch von Bitcoin und Ethereum allerdings enorm ist, besteht kein Zweifel.


Hinzu kommt aber natürlich auch, dass die Produktion von CO2 je verbrauchter Kilowattstunde Strom ebenfalls stark schwankt, denn dies ist ja grundlegend davon abhängig, welche Energieart gerade genutzt wird. In den USA zum Beispiel gibt es große Flächen mit riesigen Solaranlagen und Windkraftparks, die einzig für die Herstellung und Verwaltung von Kryptowährungen genutzt werden. Natürlich gibt es in vielen Ländern ebenfalls Kraftwerke, die mit Kohle betrieben werden, das darf man hier nicht außer Acht lassen. Vor allem im asiatischen Raum befinden sich derzeit mehrere hundert neue Kohlekraftwerke im Bau. Aber nicht nur dort, denn auch in Deutschland, zum Beispiel in Datteln, ging erst vor fünf Jahren ein nagelneues Kohlekraftwerk ans Netz, das jährlich neun Millionen Tonnen CO2 ausstößt, wie das "Handelsblatt" berichtete.


Überdies müssen sich vor allem Kleinanleger und Händler immer wieder in der Öffentlichkeit rechtfertigen, weil sie mit Kryptowährungen Handel treiben und somit die Umweltzerstörung noch unterstützen würden. Dabei ist gerade das eigentlich Unsinn. Der reine Handel mit Kryptowährungen erfolgt zumeist über einen Handelsanbieter, der eine eigene Plattform zur Verfügung stellt. Diese Plattform kann ein Web-Interface sein, eine Handy-App oder ein Produkt aus beidem zusammen wie bei dieser Seite.


Jene Unternehmen verwalten die eingezahlten Guthabenbeträge ihrer Kunden, meist in Euro eingezahlt, und berechnen daraus einen entsprechenden Gegenwert in der jeweiligen Kryptowährung, die gehandelt werden soll. Der Kunde kann an dieser Stelle so viel Handel treiben, wie er oder sie möchte. Zu einer echten Transaktion in einem Krypto-Netzwerk kommt es dabei nicht, da zu keinem Zeitpunkt mit echten Kryptowährungen, sondern mit dem Guthaben auf virtuellen Konten gehandelt wird. Lassen sich die Kunden nun noch in Euro auszahlen, gab es auch nie eine Krypto-Transaktion und es ist nicht mehr CO2 erzeugt worden wie beim klassischen Aktienhandel oder dem Anschauen eines Netflix-Videos.


Kryptowährungen haben uns auch einige interessante Techniken und Werte gegeben, die wir in Zukunft immer wieder vorfinden werden. Die Rede ist hier vor allem von der Blockchain-Technologie, einer Möglichkeit Daten dezentral und komplett abgesichert sowie verschlüsselt speichern zu können. Um aufzuzeigen, was hier möglich ist, muss man die Blockchain-Technologie kurz anreißen. In der Blockchain werden Daten verschlüsselt gespeichert. In diesem System hat jeder verwaltende Computer eine Kopie der gesamten Blockchain, diese ist öffentlich zugänglich, aber verschlüsselt. Mit den Tausenden von Kopien ist es nun möglich Veränderungen in der Blockchain abzugleichen und Fehler sofort zu korrigieren.


KryptogeldNehmen wir nun einmal zum Beispiel an, Maxine Mustermann hat ihre Krankenakte in einer digitalen Blockchain gespeichert. Nun kann der Arzt, der sie zum Beispiel nach einem Verkehrsunfall behandelt, anhand dieser digitalen Krankenakte sofort sehen, welche Medikamente sie jeden Tag nimmt und welche Vorerkrankungen, wie zum Beispiel Allergien, sie hat. Bei einer Allergie auf ein Antibiotikum zum Beispiel oder einer Unverträglichkeit gegen diverse Inhaltsstoffe kann hier vorab sofort reagiert und Komplikationen vermieden werden. Hierbei haben nur ausgewählte Personen Zugriff auf ausgewählte Daten – sprich der Zahnarzt sieht nur für ihn relevante Daten, sowie es den Psychologen ja auch nichts angehen würde, dass die Patientin schlechte Zähne hat und so weiter.


Nicht nur Gesundheitsdaten, sondern auch digitale Identitäten, Wahlen, Zertifikate und Lizenzen, automatisierte Warenlogistik, all das sind Use-Cases für die Blockchain-Technologie, die wir vermutlich ohne Kryptowährungen nicht hätten. Dennoch ist natürlich klar, dass Kryptowährungen durchaus ein Problem darstellen. Allein die schiere Anzahl von mehreren zehntausend Kryptowährungen, Coins und Token ist unüberschaubar. Jede Währung versucht, die beste und einzige am Markt zu werden, wobei es nur schwer abzuschätzen ist, welche sich letztlich wirklich durchsetzt. Der Ruf von Kryptowährungen ist schlecht, das auch zurecht, aber vielleicht sollte man beide Seiten der Medallie sehen, bevor man abschließend urteilt.


 
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