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When The Lights Went Out

Vielversprechender Titel, nette Prämisse, gelungenes Cover, aber leider nichts dahinter.

(C) Ascot Elite / When The Lights Went Out / Zum Vergrößern auf das Bild klickenYorkshire, 1974: Familie Maynard ist überaus glücklich in ihr neues Heim  einziehen zu können. Die Freude währt nicht lange, denn nicht nur die ständig wiederkehrenden Stromausfälle stören die Idylle. Sally, die jugendliche Tochter der Maynards, ist der  festen Überzeugung, nicht nur mit ihren Eltern in dem Haus zu wohnen. Natürlich glauben diese ihr nicht, bis sie selbst zu Opfern des Spuks werden. Aus Geldmangel beschließt man den Kampf mit dem Poltergeist aufzunehmen anstatt sofort die Flucht zu ergreifen, doch das stellt sich als überaus gefährlich heraus.

Der britische Regisseur und Drehbuchautor Pat Holden zeigte seinen Horrorfilm zum ersten Mal auf dem International Film Festival Rotterdam, konnte dort aber nicht alle überzeugen. Die Mischung aus klassischer Geistergeschichte, Sozialstudie und Familiendrama ist dafür einfach zu ambivalent. Weder die eine noch die andere Richtung wird lang genug verfolgt, um dem Ganzen eine runde Note zu verleihen. Der Horror ist dabei leider derart in den Hintergrund gerückt, dass es für eingefleischte Fans des Genres wohl eher mühsam sein könnte, die 68 Filmminuten durchzustehen. Zeitweise blitzen auch noch satirische und britisch-schwarzhumorige Nuancen durch, die den Zuseher erst recht verwirren.


Beim Setting wurden dafür alle Register gezogen. Nicht eine Szene, die nicht zu schreien scheint: "Seht! Das sind die Siebziger!", was anfänglich zumindest ein bisschen lustig, später aber nur noch lästig ist. Kate Ashfield, die manchen aus "Shaun of the Dead" bekannt sein dürfte, spielt die Mutter ganz solide und wenig hysterisch, was sehr angenehm ist. Tasha Connor, die hier Sally verkörpert, wirkt dafür umso hölzerner und eher gelangweilt. Alles in allem ist "When The Lights Went Out", der auf wahren Begebenheiten beruht (oder beruhen soll), leider weder spannend, noch gruselig oder überhaupt unterhaltsam. Sehr schade, denn der Titel klang vielversprechend.



# # # Maria Capek # # #

 

Publisher: Ascot Elite





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