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TROOPERS


"Es gab einige Konflikte, aber es waren zu viele und wir waren zu benebelt, um alle aufzuzählen.“

Die Band TROOPERS ist eine typische Berliner Kiezband, auch wenn Kreuzberg seit dem Mauerfall nicht mehr dasselbe Pflaster ist, das es in den 80ern einmal war. Besetzungswechsel und den Tod des charismatischen Brise hat man weggesteckt. Die TROOPERS sind stets den harten Weg gegangen. Konflikte mit dem Gesetz, Todesfälle, Besetzungswechsel. Eine Band, die so viele Geschichten erzählen kann wie kaum eine andere.

Von Schlägereien über Sachbeschädigungen reicht das Repertoire, allerdings kann man nicht auf jeden einzelnen Gesetzesbruch eingehen. „Ja, wir sind mit dem Gesetz relativ oft in Konflikt gekommen. Wenn man seinen Weg geht und die Schnauze aufmacht, eckt man hin und wieder an. Wer eine dicke Lippe hat und so lebt wie er denkt, dass es richtig ist, stößt meistens nicht auf ungeteilte Nächstenliebe. Das war unser Weg bisher und das wird auch weiterhin unser Weg sein. Es gab einige Konflikte, aber es waren zu viele und wir waren zu benebelt, um alle aufzuzählen.“ Die Texte sind mal wieder derbe und voll in die Fresse, auch das Coverartwork ist wohl nur schwerlich mit dem Begriff dezent zu umschreiben. Die Eigendefinition der Musik ist kurz und zutreffend: „Streetpunk mit einem Schuss Metal.“
Die TROOPERS gelten ja als eine der Berliner Bands, obwohl mittlerweile zwei Bandmitglieder aus Rügen kommen. Atze ist eigentlich der letzte mit Berliner Roots, dennoch sei die Frage erlaubt, wo man sich die Nacht in Berlin um die Ohren schlagen kann. „Da wären mal die üblichen Verdächtigen wie der „Trinkteufel“ oder der „Franken“. Richtige Highlights sind aber auch die „Rote Rose“ oder das „Weichselstübchen“. Sehr interessant ist auch das Saufen vor dem „Core-Tex“ Shop.“
Pläne für die Zukunft gibt es auch massig: „In der nächsten Zeit werden wir massiv live unterwegs sein und uns auf die Aufnahmen einer TROOPERS DVD konzentrieren, die zum Ende des Jahres auf Bad Dog Records erscheinen wird. Da werden Live-Konzerte, Hintergrundstories und jede Menge Interviews drauf sein.“ Man darf also gespannt sein und hoffen, dass die TROOPERS demnächst auch unsere Bühnen entern werden. Warum hat es eigentlich so lange gedauert, bis das neue Album erschienen ist? „ Es gab eine komplette Bandumbesetzung, sodass wir erst mal Zeit gebraucht haben, um ein Live-Set hinzukriegen, dann erst haben wir die neuen Stücke eingespielt, was aber relativ schnell passierte.“ Wer echten raubeinigen Berliner Charme ohne Pathos sondern hart und schmerzlich erleben will, sollte ruhig mal ein Ohr in die neue TROOPERS Scheibe „Mein Kopf dem Henker“ riskieren.

Thomas Hraba
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