Mit "Frozen Heart" betreten die Italiener INCREASED DECAY die Releasebühne und liefern damit durchaus beachtenswertes Material ab. Das Quintett aus Mailand wildert im weiten Feld des Alternative Metal, wobei die Haupteinflüsse deutlich in den frühen 2000ern zu finden sind: LINKIN PARK, WITHIN TEMPTATION und vor allem EVANESCENCE standen sehr deutlich Pate, wobei man vor allem den Hang zu den beiden Letztgenannten nicht darauf reduzieren sollte, dass hier auch eine Frau die Vocals übernimmt. INCREASED DECAY setzen generell auf den etwas entschleunigten, atmosphärischen und symphonischen Zug genannter Größen, verbleiben jedoch keinesfalls in reiner Nostalgie. Schon der dem Intro folgende Opener "Like A Thunder" lässt Brücken zu modernen Krachern à la SLEEP TOKEN erkennen, die im Lauf des Albums auch immer wieder gekonnt mit den anderen Einflüssen verwoben werden. Die Mailänder bringen für derlei Musik auch ganz essenziell Notwendiges mit: Sie verstehen erstens, dass weniger oft mehr ist, überladen ihre Tracks nicht und lassen die einzelnen Elemente wirken. Zweitens wissen sie, dass diese Wahl mehr als andere mit der Qualität der Vocals steht und fällt – und auch hier vermag Sängerin Alice zu überzeugen. "Frozen Heart" stellt also in Summe ein wirklich gelungenes Album dar, das trotzdem noch Luft nach oben bietet und auf alle Fälle dazu führt, dass man diese Gruppe auf dem Radar behält.www.instagram.com/increaseddecay
Bernhard Kleinbruckner (7,5)








