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CANDLEMASS - King Of The Grey Isalnds

Nuclear Blast/Warner

CANDLEMASS king of the grey islands (c) Nuclear Blast/Warner / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDas ist es nun also, das hoffentlich endgültige Album eins nach ´Messiah Marcolin´. Gut, unsere schwedischen Lieblings-Doomster haben ja bereits in den Neunzigern ohne den als pingelige Prinzessin verschrienen Mönchsdouble überlebt. Und eines sei hier gleich gesagt: Marcolin wird keinem fehlen! Als mehr als passender Ersatz wurde Robert Lowe angeheuert, vielen wahrscheinlich noch durch die texanischen Lava-Treter SOLITUDE AETURNUS ein Begriff. Lowe hat zwar ein sehr ähnliches Organ wie der Messiah, ist jedoch weniger auf Opernsänger getrimmt und erspart uns somit Ausflüge in garstige Tonfrequenzen. Man möchte fast sagen, keiner hätte hier besser gepasst als er und vor lauter Freude neigt man beinahe zu übersehen, dass „King Of The Grey Islands“ so ganz nebenbei ein vor kultigen Doomsongs regelrecht überquillendes Teil geworden ist. Leif Edling hat, so wie immer, ein paar nette Slo-Mo-Riffs zusammengebastelt, die alle wieder mal hörbar von Tony Iommi inspiriert sind, und obwohl der Opener „Emperor Of The Void“ gleich mal im Uptempo wegzieht, baut der Rest der Scheibe doch auf dem guten alten Prinzip der Langsamkeit auf. Und was noch auffällt: die Band klingt homogen wie eigentlich noch nie in ihrer über 20-jährigen Geschichte. Hier merkt man, dass die Trennung von der dicken Diva doch für alle das Beste war. Denn sonst hätte man es wohl nicht zu solch Perlen wie dem arschgeilen „Destroyer“, dem hymnischen „Of Stars And Smoke“ und dem beinahe zehnminütigen Schlussopus „The Opal City/Embracing The Styx“ gebracht. Bei „Devil Seed“ kann Lowe gleich mal beweisen, was in ihm steckt, und er besteht somit die Feuertaufe bereits im zweiten Song. Ein Midtempo-Stampfer wie „Demonia 6“ ist geradezu darauf programmiert ein Klassiker zu werden. Genauso wie der Kracher „Clearsight“, der ein wenig an „Dark Reflections“ erinnert und sogar das Potential zur neuen Fanhymne haben dürfte… „Mirror Mirror“ ist ja eh schon abgelutscht genug. Ein Wunder dass Herrn Edlings Gehirn immer noch solch griffige Granaten entfleuchen, dieser Mann ist eben der wahre God of Doom! „Kings...“ ist irgendwo in der Mitte zwischen dem letzten Output „Candlemass“ und „Tales Of Creation“ anzusiedeln, nur mit noch mehr Pathos, weniger trocken und in sich geschlossen. Und erweitert um die jahrelange Erfahrung der beteiligten Musiker. CANDLEMASS waren ohne Zweifel immer schon die großen (und einzigen?) Hoffnungsträger dieses Genres, und dieses Werk macht uns einmal mehr klar, das dies völlig zu Recht so ist.  
www.candlemass.se
MikerOwavE (9)
 
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