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Painkiller: Hell & Damnation

Große Wummen, aber leider zu wenig Köpfchen dahinter.

(C) The Farm 51/Nordic Games / Painkiller Hell & Damnation / Zum Vergrößern auf das Bild klickenKinder, wie die Zeit vergeht! Im fernen Jahr 2004 erblickte "Painkiller" aus dem polnischen Entwicklerstudio People Can Fly ("Bulletstorm", "Gears of War: Jugdment") das Licht der PC-Spielewelt, dem bis 2012 fünf Erweiterungen folgten. Mit "Painkiller: Hell & Damnation" ist das Original nun auch Besitzern einer Xbox 360 und PS3 zugänglich, wobei es sich um ein Remake von "Painkiller" und dessen erster Expansion "Painkiller: Battle out of Hell" handelt.


Die Handlung wie das grundlegende Spielprinzip sind schnell erklärt: Protagonist Daniel Garner verunglückt gemeinsam mit seiner Frau Catherine bei einem Autounfall. Während die brave Gattin gen Himmel aufsteigt, ist Daniel im Purgatorium zwischen Himmel und Hölle gefangen und muss erst vier satanische Generäle und schließlich deren Chef Luzifer erledigen, um Erlösung zu erlangen. Das bedeutet im Grunde, sich durch unendliche Massen an dämonischen Kreaturen zu schießen, zu hauen und zu pfählen.


(C) The Farm 51/Nordic Games / Painkiller Hell & Damnation / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDie Inspiration durch Klassiker wie "Doom" und "Quake" merkt man "Painkiller" ebenso an wie die schlichte Tatsache, dass es sich dabei um eine düstere Variante von "Serious Sam" handelt, die sich aber ohne deren Selbstironie auf über weite Strecken stupides Schnetzeln beschränkt. Der Ablauf ist dabei stets gleich: Man betritt ein Areal, die Tür hinter uns fällt zu und die Scharen der Hölle stürmen heran, die entsprechende akustische Warnung davor erfolgt durch einen gefälligen Metal-Soundtrack – das Reizwort "Painkiller", das sofort Erinnerungen etwa an die gleichnamige Großtat von JUDAS PRIEST weckt, verpflichtet schließlich dazu.


Grafisch geht die Überarbeitung der ursprünglichen Levels, nun durch die Unreal Engine 3 übernommen, durchaus in Ordnung, auch an der Spielmechanik wurden gegenüber dem Original nur geringfügige Änderungen vorgenommen. Der größte Pluspunkt von "Painkiller: Hell & Damnation" erweist sich auch als sein gravierendstes Manko in Sachen Spielspaß: Die flotte Abfolge von Gefechten mit Dutzenden auf Daniel einstürmenden Gegnern, die es zu killen gilt, lässt wenig Platz für Interaktion, die vom Schema "Rennen und schießen" abweicht – noch dazu wurden gerade einmal 14 Level neu aufgelegt. Wer an den Umfang des Originalspiels und seiner Add-ons denkt, kann da schon in Versuchung kommen, hier eine Mogelpackung zu vermuten.


Fazit: Die HD-Neuauflage ist nette Shooter-Kost der alten Schule für zwischendurch, bleibt aber im Vergleich mit aktuellen Titeln deutlich im Limbo des soliden Durchschnitts gefangen.



# # # Andreas Grabenschweiger # # #



Entwickler: The Farm 51
Publisher: Nordic Games
Plattform: Xbox 360 (getestet), PS3, PC



Grafik: 8/10
Sound: 7/10
Steuerung: 8/10
Spielspaß: 6/10
Gesamt: 7/10





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