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Interview mit BITUNE aus Eschwege

Nicht nur im deutschsprachigen Raum, sondern auch in Großbritannien sind BITUNE auf Erfolgskurs. Wir plauderten (nicht nur) darüber mit Drummer Martin Bartscher.

BITUNE (c) Headroom Records / Zum Vergrößern auf das Bild klickenWieso ist eure Homepage in Englisch gehalten (bis auf den Online-Store)?

Das ist einfach nur Faulheit. Da wir englische und deutsche Gäste haben, halten wir die Page momentan einfach nur in Englisch. Marketing oder irgendwelche anderen Gedanken stecken nicht dahinter.

Man hört in euren Songs wahnsinnig viele unterschiedliche Strömungen raus. Auch die Vocals präsentieren sich sehr inhomogen. Woher kommt’s und wie bewusst arbeitet ihr daran, keinen Einheitsbrei abzuliefern?

Wir mögen ganz viel verschiedene Musik. Jeder Song ist ein neuer Anfang für uns. Die Songs der Platte sind auch, da es unser erster Longplayer ist, in mehreren Jahren entstanden. „Best Of BITUNE 2002–2005“ könnte man die Platte auch nennen. Es ist uns aber auch wichtig, abwechslungsreich zu sein. Das mögen wir selber an anderen Bands. Das nächste BITUNE-Album wird auch wieder was ganz anderes sein als die „After The Fire“. Musik und Mensch entwickeln sich ja weiter.

Tretet ihr eigentlich lieber im Ausland auf? Weil es vielleicht spannender ist?

Spannender ist es auf jeden Fall - im Moment noch. In Deutschland kennen wir schon eine Menge Autobahnen und Städte (lacht). Das erste Mal England, 28 Shows in 28 Tagen in 28 Städten war schon `ne aufregende Reise. Immer andere Leute, andere Bands, andere Clubs, andere Fußgängerzonen, andere Tankstellen (lacht). Unsere Deutschlandtour im Herbst ist nicht am Stück, wir sind also meistens Montag und Dienstag zu Hause, dann geht’s wieder los. Unsere Herbsttour in England ist wieder am Stück, 20 Dates im Tourbus, da bist du voll dabei. Ohne immer hin- und hergerissen zu werden. Das wird Spaß machen. Natürlich ist es auch schön, zwischendurch zu Hause zu sein, klar.

BITUNE after the fire (c) Headroom/Nothing To Loose/Soulfood / Zum Vergrößern auf das Bild klickenWarum habt ihr euch für die Emo-Farbenkombination schwarz-pink beim neuen Album entschieden? Und was hat es mit der Flora-Fauna-Sache auf sich?

Das ist auch nicht so bewusst passiert. Unser Sänger hörte in der Zeit der grafischen Gestaltung Udo Lindenberg. Die Platte heißt „Keule“ und ist pink. Das Ding ist so hässlich, dass es schon wieder schön ist. Naja, am Anfang war ich auch ein wenig geschockt. Was? Pink? Na, dann haben wir es so gemacht!

Obwohl ihr in früheren Interviews behauptet, der Bandname würde nichts bedeuten, aber mit den Silben „bi“ und „tune“ in Kombination könnte eure Musik sehr wohl umschrieben werden. Noch besser würde natürliche MULTITUNE passen...

MULTITUNE, cool, danke! Nee, das ist auch wieder so eine unspektakuläre Geschichte, die Entstehung des Bandnamens. Wir waren jung, hatten Bock auf einen Namen, wollten kein Wort oder einen Satz mit Bedeutung. Es sollte englisch klingen. Paul, ein ehemaliges Bandmitglied, der heute manchmal als Mercher mit uns reist, kam auf „BITUNE“. Klingt gut, nehmen wir.

Lebt ihr mittlerweile von der Musik?

¾ von uns leben von der Musik als Musiklehrer. Unser Bassist - mein Bruder - arbeitet im IT-Bereich. Der macht auch das Geschäftliche für die Band. Also, von der Band können wir noch nicht leben, was sich hoffentlich mal ändert.

BITUNE (c) Headroom Records / Zum Vergrößern auf das Bild klickenAuf dem Promo-Pic seht ihr sehr brav aus. Seid ihr auf der Bühne oder sonst wo auch so brav?

Weiß nicht, welches Promo-Pic du meinst. (lacht) Unsere letzten haben wir um 3 Uhr nachts in der Küche von unserem Management gemacht, da waren wir müde, und ich schlecht gelaunt. Wir haben noch kein Hotelzimmer zerkloppt und kein Essen im Backstage-Bereich durch die Gegend geschmissen. Auf der Bühne beleidigen wir auch nicht unsere Zuschauer. Sind wir also brav? Jo.

Welche Themen verarbeitet ihr in den Songs des neuen Albums?

Die Texte schreibt unser Sänger und er verarbeitet seine Probleme oder Gedanken damit. Auf jeden Fall sind die Texte sehr persönlich. Politische Texte gibt es bei uns nicht. Wir haben da nichts mit erhobenem Finger zu sagen. Vielleicht irgendwann. Bisher gab es da in unserer Musik keinen Platz für. Das machen andere Bands besser.

Ihr habt euer Debüt im „Institut für Wohlklangforschung“aufgenommen: klingt nicht sehr sexy und rockig...

Haha, das habe ich auch erst gedacht. Das Studio ist in Hannover, war aber auf jeden Fall rockig, sonst hätten wir dort nicht aufnehmen wollen. Die Platte haben wir mit dem Gitarristen von SKUNK ANANSIE - Ace - aufgenommen. Wir sollen, nach seiner Aussage, die schmutzigste Band gewesen sein, mit der er je zusammen gearbeitet hat (lacht). Die Küche sah immer aus wie Sau, das stimmt. Das Studio zieht gerade in ein anderes Gebäude, es sind wohl durch uns langfristigere Schäden entstanden...

BITUNE (c) K.O.K.S. Music / Zum Vergrößern auf das Bild klickenMit welcher Musik seid ihr aufgewachsen?

Mein Vater hat mir gleich BEATLES-Kassetten ans Bett gelegt, die ich zum Einschlafen gehört habe. Wir sind so im Alter von 26-30 und haben die 90er musikalisch volles Brett gehabt. In meinem Fall NIRVANA, SOUNDGARDEN, SMASHING PUMPKINS, THE BATES (übrigens kommen die aus Eschwege wie wir), und so weiter. Das wären zu viele, um sie alle aufzuzählen. Es gibt laufend Musik, die einen wieder beeinflusst. Es hört nicht auf...

Das nenn ich mal ein Abschlussstatement. Danke!

###Stephanie Bürgler###
(Oktober 2007)
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